Wirtschaftslage Bulgariens 2008

 

Die Prüfung der Bundesnetzagentur bezieht sich im Wesentlichen auf die Einhaltung dieser Preisänderungsrate. Die Bundesnetzagentur entscheidet binnen 14 Tagen über die Genehmigung der beantragten Entgeltänderungen.

Dezember in den Filialen und online erhältlich Für die bis zum Jahresende nicht aufgebrauchten Briefmarkenbestände werden Ergänzungsmarken mit einem Wert von 8 Cent bereits in den Filialen oder online unter www. Voraussetzung ist, dass der Hauptaktionär über mind. Das Konzernergebnis wurde dabei annähernd auf Vorjahresniveau gehalten. Ein neues Land, eine neue Kultur, eine neue Hochschule, eine neue Wohnung - ein komplett anderes Leben. Lockern ist problematisch Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Geldpolitik

Management & Beteiligungen

JUNGE FREIHEIT N. r34 /16 | August OLIVER BUSCH Z wei linke Frauen, beide in der DDR aufgewachsen, zwei antikapitalisti-sche Bücher. Sahra Wagenknecht, seit.

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Im Sinne dieser Verordnung ist: Dezember , zuletzt geändert durch Artikel der Verordnung vom Januar bestimmen die Betreiber von Übertragungsnetzen mit Regelzonenverantwortung jeweils ein bundeseinheitliches Netzentgelt nach Abschnitt 2a für die Netzebene Höchstspannungsnetz und die Umspannebene von Höchst- zu Hochspannung. Januar bis zum Früher Satz 6 gem. Teil 2 Methode zur Ermittlung der Netzentgelte.

Januar aktiviert wurden Altanlage , und Anlagegütern, die ab dem 1. Januar aktiviert werden Neuanlage. Januar des Anschaffungsjahres zugrunde zu legen. Bilanzwerte der betriebsnotwendigen Finanzanlagen und Bilanzwerte des betriebsnotwendigen Umlaufvermögens unter Abzug des Steueranteils der Sonderposten mit Rücklageanteil.

Verhältnisse auf den nationalen und internationalen Kapitalmärkten und die Bewertung von Betreibern von Elektrizitätsversorgungsnetzen auf diesen Märkten;. Umlaufsrendite festverzinslicher Wertpapiere inländischer Emittenten — Anleihen der öffentlichen Hand,. Früher Satz 3 gem. Früher Satz 2 gem. Im Rahmen der Ermittlung der Netzkosten kann die dem Netzbereich sachgerecht zuzuordnende Gewerbesteuer als kalkulatorische Kostenposition in Ansatz gebracht werden.

Früherer Satz 2 aufgeh. April eines Jahres auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen. Abschnitt 2a Bundeseinheitliche Übertragungsnetzentgelte. Januar haben die Betreiber von Übertragungsnetzen mit Regelzonenverantwortung bundeseinheitliche Netzentgelte zu bilden. Januar jeweils ein Entgelt für den Messstellenbetrieb, zu dem auch die Messung gehört, festzulegen. Januar nicht mehr festzulegen. Januar in Betrieb genommen worden sind, erhalten vom Betreiber des Elektrizitätsverteilernetzes, in dessen Netz sie einspeisen, ein Entgelt.

Januar in Betrieb genommen worden sind. Januar schrittweise jährlich, jeweils zum 1. Januar des Jahres, jeweils um einen Betrag von einem Drittel des ursprünglichen Ausgangswertes abgesenkt. Teil 4 Pflichten der Netzbetreiber. April eines Jahres folgende Strukturmerkmale ihres Netzes auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen: Dezember des Vorjahres die Anzahl der Entnahmestellen mit einer viertelstündlichen registrierenden Leistungsmessung oder einer Zählerstandsgangmessung und die Anzahl der sonstigen Entnahmestellen sowie.

Teil 5 Sonstige Bestimmungen. August geltenden Fassung mit Wirkung ab dem 1. August geltenden Fassung werden mit Ablauf des Netzentgelt des Übertragungsnetzbetreibers ist gleich bundeseinheitlicher Anteil nach Absatz 2 Satz 3 zuzüglich unternehmensindividueller Anteil nach Absatz 3 Satz 3.

Sie mssen den Nutzen, den sie durch den Erwerb von Gtern erzielen knnen, gegen die Kosten, die dafr zu bezahlen sind, abwgen. Je besser diese Entscheidungen im Sinne des konomischen Prinzips ausfallen, umso gnstiger wird die wirtschaftliche Position, also die Ausstattung eines Haushaltes mit Konsumgtern oder die Ertragssituation eines Unterneh-mens.

Opportunittskosten Whlen und Entscheiden bedeutet gleichzeitig Verzicht auf andere Alternativen. Den Nutzen der nchstbesten Alternative nach der ausgewhlten bezeichnet man als Opportunittskosten. Funktionen und Akteure der Wirtschaft 3 am Tag zu rauchen, so entstehen ihm Opportunittskosten in Hhe des Nutzens fr das ausgefallene Mensaessen. Oder entscheidet sich ein Automobilhersteller, seine Entwicklungskapazitt fr die nchste Modellgeneration in ein Luxusklas-senfahrzeug zu investieren, so entstehen Opportunittskosten in Hhe des Zusatz-ertrages, den eine neue Fahrzeuggeneration in der Mittelklasse erbracht htte.

Wettbewerb Wenn die Wnsche die verfgbaren Ressourcen bersteigen, mssen sie um die verfgbaren Vorrte konkurrieren. Diese Konkurrenz tritt in vielfacher Weise im realen Wirtschaftsleben auf: Fachkrfte , als Konkurrenz der ffentlichen Programme um Budgetmittel oder als Konkurrenz der Unternehmen um die Kaufkraft auf einem Markt.

Es ist der Sinn einer Wettbewerbsordnung, diese Konkurrenzmechanismen zu organisie-ren und sie mit den sozialen Ansprchen der Gesellschaft in Einklang zu bringen.

Kooperation Hufig ist es vorteilhaft Partnerschaften zu bilden, um gemeinsame Ziele besser zu erreichen. Anspruchsvolle Industrieprojekte, wie etwa der Bau eines Kraftwerks, knnen auf Grund von Spezialisierungen oft nur von mehreren Partnern effizient geplant und durchgefhrt werden. Je technisch anspruchsvoller die Produkte wer-den, umso wahrscheinlicher ist es, dass die Komplexittsprobleme durch die Bil-dung von Partnerschaften gelst werden.

Hierzu gibt es Beispiele aus der Industrie gemeinsam produzierte Module, Allianzen in der Luftfahrt , der Netzwirtschaft gemeinsam genutzte Energie-, Kommunikations- oder Verkehrsnetze sowie aus dem Sektor der sozialen und medizinischen Dienstleistungen Zahnarzt und Den-tallabor, Facharzt fr Orthopdie und Praxis fr Krankengymnastik, Gemein-schaftspraxen.

Als Wirtschaft bezeichnen wir die Gesamtheit von Akteuren, In-stitutionen und Regelungen, die dem Umgang mit knappen Res-sourcen dienen. Dadurch werden die folgenden Probleme gelst: Welche Gter und Dienste werden in welchen Mengen produziert? Mit welchen Verfahren werden die verschiedenen Gter und Dienstleistungen hergestellt? An wen werden die verschiedenen Gter und Dienste verteilt?

Wie wird die Produktion und Verteilung von Gtern und Diensten entlohnt? Volkswirtschaftliches Denken Die von der Privatwirtschaft erzeugten Lsungen stimmen nicht notwendig mit den sozialen Anforderungen der Gesellschaft berein. Daher tritt die Staatswirt-schaft hinzu, die sich den folgenden Bereichen widmet: Sicherung der Wirtschaftsverfassung und des Wettbewerbs.

Erzeugung von ffentlichen und meritorischen Gtern. Korrektur der Mrkte bei Marktversagen. Sekundrverteilung von Einkommen und soziale Sicherung. Um die Beziehungen und Interaktionen in einer Volkswirtschaft zu verstehen, ist es ntzlich, die vielen handelnden Personen und Institutionen in berschaubare Gruppen einzuteilen.

Wir unterscheiden dazu die folgenden vier Gruppen von Akteuren: Das wirtschaftliche Verhalten des Haushalts ist dadurch geprgt, dass die in ihm lebenden Personen ihre Planungen abstimmen und viele Dinge gemeinsam entscheiden. Haushalte treten als Verbraucher, also als Nach-frager nach Konsumgtern auf den Gtermrkten und als Anbieter von Arbeits-kraft auf den Faktormrkten auf. Frher verbanden sich mit dem Begriff Unternehmen rauchende Schlote und physisch greifbare Produkte.

Unternehmensbezogene Dienstleistungen sowie Leistungen der Banken, Versiche-rungen, des Handels- und im Verkehr sind in der postindustriellen Gesellschaft stark expandierend und werden auch in der Zukunft weiter zunehmen.

Eine ebenso wichtige Aufgabe besteht zudem in der Entlohnung der Produktionsfaktoren. Makro- und Mikrobetrachtung 5 3. Bund, Lnder und Gemeinden und die Sozialversicherungsanstalten. Seine Aufgaben sind auch in einer Marktwirtschaft umfangreich: In einigen Fllen ist zudem die Untersttzung vorbergehend schwacher, aber gesamtwirtschaftlich er-haltenswerter Wirtschaftszweige durch Subventionen sinnvoll. Der Staat produziert Gter, die nicht durch individuelle Initiativen erzeugt wer-den.

Verteidigung, innere Sicherheit, Vertretung nach au-en. Weitere Aufgaben liegen in der Herstellung einer gerechten Einkommensver-teilung, der Vorsorge fr die wirtschaftlich Schwachen und der Sicherung von Grundbedrfnissen zur Erhaltung des sozialen Friedens in der Gesellschaft.

Die Finanzierung des dazu erforderlichen Verwaltungsapparates erfolgt durch Zwangsabgaben in Form von Steuern und Gebhren oder durch Aufnahme von Krediten auf dem Geldmarkt. Letztlich wird hufig vom Staat verlangt, stabilisie-rend in die Wirtschaft einzugreifen, um Wachstums- und Beschftigungsziele zu frdern.

Ausland Die Gesamtheit der Wirtschaftsakteure mit stndigem Sitz auerhalb des inlndi-schen Wirtschaftsraumes wird als Ausland definiert. Moderne Volkswirtschaf-ten kapseln sich nicht nach auen ab, sondern versuchen, Auenhandel zu betrei-ben und die Vorteile der Arbeitsteilung grenzberschreitend zu nutzen. In Deutschland ist ber ein Drittel der gesamtwirtschaftlichen Produktion fr den Export bestimmt. Sie gehren zu den Sozialwissenschaften, die sich im Gegensatz zu den Idealwissenschaften mit realen Vorgngen des menschlichen Lebens auseinandersetzen.

Dies macht die Arbeit der Wirtschaftswissenschaftler nicht eben leichter, denn sie haben den Grundstzen des groen Wirtschaftsphilosophen Karl R. Popper folgend das Falsifizierungskriterium zu beachten: Das heit, es muss Bedingungen geben, unter denen die Aussagen nicht gltig sind. Zum zweiten gelten Aussagen der Wirtschaftswissenschaften nur so lange als rich-6 1. Volkswirtschaftliches Denken tig, wie sie nicht falsifiziert worden sind.

Dies bedeutet, dass es in den Wirt-schaftswissenschaften keine ewigen Wahrheiten gibt. Immer und berall gibt es die Mglichkeit, Theorien durch den Nachweis der empirischen Unschlssigkeit ihrer Annahmen zu widerlegen. Im Gegensatz zu den Naturwissenschaften gibt es auch keine breite Basis an allgemein akzeptierten Grundaussagen.

Die Auseinan-dersetzung um die richtige Erkenntnis beginnt bereits bei den Grundlagen. Dies ist im brigen auch der Grund fr die im Vergleich zu anderen Wissenschaftsgebie-ten enorme Vielfalt an unterschiedlich aufgebauten Einfhrungswerken.

Die beiden groen Bereiche der Wirtschaftswissenschaften sind Empirie und The-orie. Die Empirie befasst sich mit der Wirtschaftsbeobachtung, der beschreibenden Statistik, der Wirtschaftsgeographie und der Wirtschaftskunde in Form einer Insti-tutionenlehre. Sie versucht, die Datenbestnde der Wirtschaftswelt zu erfassen und mglichst unverflscht darzustellen, ohne den Versuch, Erklrungen zu finden o-der Schlsse fr die Zukunft abzuleiten.

Letzteres gehrt zum Aufgabenbereich der Theorie, deren Zweck in der Erklrung beobachteter Datenbestnde und in der Prognose knftiger Zustnde oder Ereignisse liegt. Die Theorie zerfllt wieder in zwei Bereiche: Um den Unterschied zwischen den beiden Theorierichtungen zu erlutern, be-trachten wir zwei Beispiele: Erklrung fr das Konsumverhalten von Individuen Beginnen wir mit den Konsumenten: Er verwendet sein Budget so, dass er mit dem verfgbaren Betrag die Gter aus den Regalen in seinen Einkaufswagen ldt, die ihm den hchsten Nutzen stiften.

Hinter einer sol-chen Verhaltenserklrung steckt offenbar eine Norm: Konsequenterweise versucht die normative Theorie die Normvorstellungen zu przisieren. Zum Bei-spiel kann man eine Nutzenfunktion konstruieren, um das normgerechte, optimale Konsumentenverhalten unter bestimmten Randbedingungen Konsumbudget ab-leiten zu knnen.

Die positive Theorie abstrahiert dagegen vllig von Verhaltensnormen. Sie in-teressiert sich nur fr das, was der Konsument tatschlich macht.

So gibt es in der Konsum- und Ab-satzforschung umfangreiche Abhandlungen darber, wie man das Layout der Wa-ren in einem Supermarkt so gestaltet, dass die Konsumenten auf mglichst viele spontane Kaufeinflle kommen.

In einem normativen Ansatz wren diese Hand Makro- und Mikrobetrachtung 7 lungsweisen irrelevant. Wir wissen aber aus der Verhaltensbeobachtung, dass nicht geplante, situationsbedingte Verhaltensweisen im Konsumverhalten sehr hufig auftreten und knnen daraus schlieen, dass die positive Theorie eine groe Lcke schliet, welche die normative Theorie offen lsst. Erklrung fr das staatliche Verhalten Kommen wir zum zweiten Beispiel, dem Staatsverhalten: Gleichgltig, ob es sich um die Verteidigungs-, Innen-, Umwelt- oder Infrastrukturpolitik handelt, der Staatsmann hat eine Vorstellung von dem Wohlfahrtsbeitrag, den sein Programm fr die Brger stiftet.

Auch hier entdecken wir in der idealisierten Vorstellung wieder eine Norm, nmlich die der Maximie-rung des Gemeinwohls oder der allgemeinen Wohlfahrt. Der reale Politiker ist je-doch auch ein Mensch, der, wie andere Menschen auch, Karriereziele hat, be-stimmten Erwartungen aus seinem Wahlkreis oder seiner Partei ausgesetzt ist und regelmig von der Lobby hofiert und beeinflusst wird.

Entscheidungen, die der Realpolitiker trifft, werden zwar in der Regel mit dem Etikett des Gemeinwohls geschmckt, sind aber hufig durch Reaktion auf die ausgebten Reize der politi-schen Klientel oder Interessengruppen zu Stande gekommen. Die Erforschung des Letzteren ist Gegenstand der positiven Theorie, die auch im gesamtwirtschaftli-chen Bereich von Normen abstrahiert und die Antriebsmechanismen in den groen gesellschaftlichen Gruppen so darzustellen versucht, wie man sie wirklich beo-bachten kann.

Auch auf der gesamtwirtschaftlichen Ebene fllt die positive Theo-rie somit einen groen Bereich von Wirtschaftsphnomenen aus, den die normati-ve Theorie nicht erklren kann. Hier kann er kontrollierte Expe-rimente durchfhren, in denen er definierte Randbedingungen herstellt z. Leider haben konomen in der Regel nur begrenzte Mglichkeiten, kontrollierte Expe-8 1.

Volkswirtschaftliches Denken rimente aufzubauen. Aus diesem Grund arbeiten die konomen seit langem mit Modellen in Form kontrollierter Gedankenexperimente.

Ein konomisches Modell ist eine Menge von Annahmen, mit denen man die Randbedingungen fr ein Gedankenexperiment festlegt. Mit ihrer Hilfe erzeugt man ein vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit, die mit ihren vielen Akteuren und Beziehungszu-sammenhngen in der Regel zu komplex ist, um als komplettes System analysiert werden zu knnen.

Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Mglichkeiten fr die Modellbildung: Zum Beispiel hat W. Krelle in den sechziger Jahren den St. Gallener Kreislaufsimulator aufgebaut, ein Konstrukt, bestehend aus Pumpen, Reservoirs und Verbindungsrohren, in dem der Wirtschaftskreislauf mit hydraulischer Technik simuliert wurde. Im Laufe der Zeit wurden zunehmend ma-thematische Modelle gebruchlich. Mit ihrer Hilfe gelingt es, die Forschungsan-stze der Wirtschaftswissenschaftler methodisch konsistent aufzubauen und die gewonnen Erkenntnisse Aussagen logisch nachprfbar zu machen Anforderung der intersubjektiven Nachvollziehbarkeit.

Die moderne Rechnertechnik ermg-licht eine bildhafte Darstellung mathematischer Modelle, indem sie die Modelle mit ihrem empirischen Hintergrund verknpft. Als Bei-spiel zeigt Abbildung 1. Visualisierung von Ergebnissen komplexer Modelle 1. Das linke Bild zeigt die Bevlke-rungsverteilung. Im mittleren Bild erkennt man die Darstellung der Bodenbede-ckung, die fr die Ausbreitung von Lrm eine groe Rolle spielt.

Das rechte Bild beschreibt letztlich die Strke der Verkehrsaktivitten entlang des Korridors, die fr die Lrmerzeugung verantwortlich ist. Alle Modellkomponenten sind geeignet zusammenzufgen, um zu quantifizieren, in welchem Mae die Menschen betrof-fen sind und welcher konomische Wert dieser Beeinflussung zuzuordnen ist. Wirtschaftliche Phnomene knnen auf der Mikro- oder der Makroebene dar-gestellt und untersucht werden.

Die Mikrokonomik ist die Lehre von den einzel-wirtschaftlichen Verhaltensweisen und deren Konsequenzen fr das Geschehen auf den Mrkten. Dadurch hat die Mikrokonomik enge Verknpfungspunkte mit der Betriebswirtschaftslehre, die auch die Untersuchung des individuellen unter-nehmerischen Verhaltens zum Gegenstand hat.

Anwendungsgebiete in der Mikro-konomik befinden sich so in der betrieblichen Unternehmensplanung, in der Pro-duktions- und Kostentheorie, dem Marketing und auch in der Portfoliotheorie, die das Verhalten von Kapitalanlegern erklren will.

In der Makrokonomik werden die wirtschaftlichen Vorgnge aus der Satelli-tenperspektive betrachtet. Es werden groe Gruppen der wirtschaftlichen Akteure gebildet siehe Abschnitt 1. Die Makrokonomik beschrnkt sich dabei nicht auf die Definition und Messung aggregierter Kennzahlen. Vielmehr geht es auch darum, gesamtwirtschaftliche Erscheinungsbilder wie Unterbeschftigung, Inflati-on, Konjunktur und Wachstum zu erklren und den Pfad der konomischen Ent-wicklung fr einen gewissen Zeitraum zu prognostizieren.

Aufgaben zu Kapitel 1 1. Um welche Gruppen handelt es sich? Welche Funktionen erfllen diese Gruppen? Worin sehen Sie die Strken bzw. Wir wissen aber noch nicht, auf welche Weise diese Entscheidungen abgestimmt werden. Nehmen wir an, ein Student mchte nach bestandenem Vorexamen zwei Kisten Champagner mit seinen Freundinnen und Freunden leeren. Wie meldet er diesen Wunsch beim Champag-nerproduzenten an und auf welche Weise bzw. Im einfachsten Fall kann man sich folgenden Koordinationsmechanismus denken: Diese Zentrale gibt den Wunsch an die Unterab-teilung fr Champagner weiter.

Diese prft, ob in den zentralen Lagerbestnden noch gengend Vorrte vorhanden sind, um die Bestellung ausfhren zu knnen. Im positiven Falle meldet sie der Bestellzentrale das O. Im positiven Falle wird die Bestel-lung beim Auftraggeber und bei der Champagnerabteilung besttigt, die Kosten der Herstellung werden in Rechnung gestellt.

Neben der Durchfhrung der Liefe-rung gibt die Champagnerlieferzentrale die Vernderung des Lagerbestandes an die Produktionsabteilung weiter, wo die Produktion angefahren wird, um das Ver-teillager wieder aufzufllen.

Es ist unschwer zu erkennen, dass es sich bei dem dargestellten einfachen Ko-ordinationsmechanismus um ein zentralwirtschaftliches Schema handelt. Dagegen gibt es auch eine alternative Vorgehensweise, die zu dem gleichen Ergebnis fhrt: Der Filialleiter des Supermarktes macht einmal in der Woche Bestandsaufnahme und bestellt die Waren nach, die verkauft wurden.

Auf diese Weise erhlt der Sektlieferant fr den Supermarkt eine Bestellung und bestellt dann seinerseits bei einem bestimmten Lagerbestand bei der Deutschland-Vertretung des Champagnerherstellers eine entsprechende Menge nach. Die Deutschland-Vertretung meldet dies wiederum der Kellerei in der Champagne, woraufhin diese darber entscheidet, ihre Produktion an die gestie-gene Nachfrage anzupassen oder die Preise zu erhhen, bzw.

Ordnungsmodelle in der Volkswirtschaftslehre Der zweite Koordinationsmechanismus sieht wesentlich komplizierter aus als der erste. Denn hier gibt es keine Zentrale, die Wnsche und Produktionsmglich-keiten zum Ausgleich bringt.

Jeder Beteiligte hat nur eine beschrnkte Informati-on, denn sein Computer hat nicht die Informationen ber smtliche Kaufwnsche und Produktionsmglichkeiten gespeichert. Jeder versucht unter dieser beschrnk-ten Information das fr sich Beste zu machen, wobei er nicht wei, wie seine Ver-haltensweise das gesamte System beeinflusst.

Kufer und Verkufer haben voll-kommen unterschiedliche Interessen, die zuerst unvereinbar erscheinen: Der dezentrale Mechanismus erscheint zunchst schwerfllig und kompliziert. Daher ist es auf den ersten Blick erstaunlich, dass das dezentrale marktwirtschaftliche System sich in den Volkswirtschaften der Welt in der Vergangenheit als das leistungsfhigere System herausgestellt hat.

Dies ist Grund genug, spter nochmals auf zentrale und dezentrale Koordinati-onsmechanismen im Detail zurckzukommen und die Grnde fr die berlegen-heit dezentraler Koordinierungen herauszuarbeiten. Im Mittelpunkt der dezentralen Koordinierung stehen nicht Zentralen oder Ab-teilungen, sondern Mrkte.

In den Wirtschaftswissenschaften hat das Wort Markt eine all-gemeinere Bedeutung: Der Markt ist ein Koordinationsmechanismus, der die verschiedenen Plne der Kufer und Verkufer zusammenfasst, die Informati-on darber zwischen den Akteuren vermittelt und den Austausch auf freiwilliger Basis ermglicht.

So ist das Rohl, das sich in einem Tanker auf dem Weg nach Rotterdam befindet, noch vor Ankunft im Hafen in der Regel bereits vermarktet, die Kufer knnen mit der Weiterverarbeitung und der Folgevermarktung der Endprodukte und die Verkufer mit der Beschaffung weiterer Ware disponieren.

Der ausgehandelte Marktpreis gibt beiden Parteien eine Orientierung ber den wirtschaftlichen Erfolg dieser Transaktion und ber den erwarteten Erfolg knfti-ger Transaktionen, so dass sie eine Basis fr weitere Planungen haben.

Ordnungsmodelle in der Theorie 13 2. Im Falle einer dezentralen Planung stellt sich erst nach Realisierung der Plne heraus, welche gesamtwirtschaftlichen Konse-quenzen entstehen und ob diese Konsequenzen im Sinne einer bergeordneten Zielvorstellung gnstig sind.

Zentrale Planungen sind dagegen an der Optimierung des Gesamtergebnisses ausgerichtet. Daher knnte man vermuten, dass die Gesamtwirtschaft bei einer zentralen Planung ein hheres Leistungsniveau erreicht als bei dezentraler Planung. Denn die Widersprche zwischen den vielen indivi-duellen Plnen knnten Reibungsverluste verursachen, die zu einem suboptimalen Gesamtergebnis fhren.

Es ist das historische Verdienst des Nestors der modernen Nationalkonomie, Adam Smith, gezeigt zu haben, dass eine zentrale Planung dem Ordnungsprinzip der Natur widerspricht und folglich zu schlechten Wirtschaftsergebnissen fr die Gesamtgesellschaft fhrt. Smith hat in seinem im Jahre verffentlichten Werk An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations philoso-phische berzeugungen mit einer Flle von Einzelbeobachtungen verknpft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass dezentral organisierte Volkswirtschaften freie Marktwirtschaft den Gesetzen der Natur folgen und damit leistungsfhiger sind als Zentralwirtschaften.

Im Folgenden werden wir zunchst zwei idealtypische Ordnungsmodelle der Volkswirtschaft, Marktwirtschaft und Zentralverwaltungswirtschaft, besprechen und im Anschluss daran die Leitbilder der sozialen Marktwirtschaft in Deutsch-land und der marktbasierten Planwirtschaft in der Volksrepublik China beschrei-ben. In einer Marktwirtschaft bildet jeder Haushalt und jede Unternehmung fr sich ei-ne Vorstellung vom richtigen wirtschaftlichen Verhalten.

Auf eine abstraktere Ebene bersetzt, gilt fr die Haushalte, dass sie mit Hilfe ihrer Planungen einen mglichst hohen Nutzen realisieren wollen. Auch die Unternehmen planen indivi-duell und werden versuchen, einen mglichst hohen Gewinn zu erzielen, um eine gute Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erreichen. Ordnungsmodelle in der Volkswirtschaftslehre Obwohl alle Plne unabhngig voneinander aufgestellt werden, gibt es Querver-bindungen zwischen den Planungen von Unternehmen und Haushalten.

So werden die Haushalte bercksichtigen, dass sie zur Realisierung ihrer Konsumplne Ein-kommen erwerben mssen, das sie durch Veruerung ihrer Arbeitskraft an Un-ternehmen erzielen. Umgekehrt werden die Unternehmen aus eigenem Antrieb bemht sein, die Produktion auf die Kaufinteressen der Nachfrager abzustimmen, damit sie nicht auf ihren Produkten sitzen bleiben und durch deren Verkauf Ge-winne realisieren knnen.

Koordinierung In einer Marktwirtschaft werden die Plne ber den Markt koordiniert. Hier tref-fen Angebot und Nachfrage aufeinander und werden durch den Marktpreis abge-stimmt. Der Markt ist demnach in dieser Wirtschaftsordnung das Lenkungsin-strument, das mit Hilfe freier Preisbildung den Ausgleich der Angebots- und Nachfrageplne bewirkt.

Sanktionen ber den Markt erhalten die Individuen auch gleichzeitig ein Signal, ob ihre Pla-nungen nach wirtschaftlichen Mastben gemessen richtig oder falsch waren.

Pro-duzenten werden im Falle des Markterfolgs Gewinne realisieren knnen und im Falle des Misserfolgs Verluste zu erleiden haben. Dies hat wiederum Einfluss auf ihre knftigen Verhaltensweisen.

Ein Unternehmen, das durch Verluste sein Kapi-tal aufzehrt, muss seine Plne grndlich umstrukturieren oder vom Markt ver-schwinden. Haushalte bemerken ihre Fehlplanungen dadurch, dass sie im Ver-gleich zu besser planenden Einheiten einen geringeren Lebensstandard realisieren knnen. Dies kann daran liegen, dass sie ihre Arbeitskraft nicht optimal verkaufen oder mit dem erworbenen Einkommen nicht konomisch umgehen.

Grundstzlich gilt, dass die Individuen fr ihre Entscheidungen das volle Risiko zu tragen haben. Voraussetzungen Die Voraussetzungen fr eine Marktwirtschaft mssen in Form von rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Vertragsfreiheit offene Mrkte Privateigentum Staat als Ordnungsinstanz. Planungsgrundlage Im Extremfall gibt es in einer zentral geplanten Wirtschaft nur einen Akteur, der Wirtschaftsplne aufstellt, nmlich den Staat.

Er ist die alleinige Instanz, der so-wohl die globalen, also kollektiv gltigen Entscheidungen trifft, wie auch den In-dividuen die Aufstellung von Produktions- und Konsumplnen abnimmt. Ordnungsmodelle in der Realitt 15 Der Staat entscheidet also auch ber die Erfllung von Einzelbedrfnissen etwa: Wohnungs- oder Kleidungswnsche und ber Produktionsverfahren z. Koordinierung Koordinierungsinstrument ist der Plan, der von staatlichen Planbehrden aufge-stellt, den Individuen als Sollvorgabe vorgelegt und durch Kontrollorgane ber-wacht wird.

Preise knnen in dem System der Produktions- und Konsumlenkung untersttzend mit einbezogen werden. Entscheidend ist, dass sich hier Preise nicht am Markt durch das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage bilden, son-dern durch zentrale Entscheidung der Planungsinstanz. Sanktionen Der Lohn fr Wohlverhalten kann in einer Planwirtschaft nicht durch den Gewinn realisiert werden. Vielmehr gibt es vielfltige Formen der ffentlichen Belobigung oder der Gewhrung von Sondervergnstigungen, die im Falle der Erreichung oder der berschreitung des Plansolls ausgeschttet werden.

Das wirtschaftliche Risiko fr die Konsequenzen konomischen Fehlverhaltens liegt allein beim Staat. Sanktionen gegenber Individuen knnen in Form von ffentlicher Kritik, Degra-dierung oder Bestrafung erfolgen. Voraussetzungen Die Voraussetzungen fr eine handlungsfhige Zentralwirtschaft sind: Lenkungsfunktion des Staates verwaltungswirtschaftliche Unterordnung Kollektiveigentum hoher Stand von Information, Kommunikation und Kontrolle. China hat sich dabei seit etwa zwei Jahrzehnten von der dogmatischen Planwirtschaft gelst und dem Mischsystem einer gesteuerten Marktwirtschaft zugewandt.

Die Frage, ob die Markt- oder die Planwirtschaft das leistungsfhigere System ist, hat somit eine eindeutige empirische Antwort gefunden. Die Ursachen hierfr sollen anhand von vier Leitvokabeln erlutert werden: Die Voraussetzungen fr eine gute Wirtschaftsplanung erscheinen auf den ersten Blick in einer Zentralverwaltungswirtschaft gnstiger.

Hier knnen die besten In-strumente und Methoden angewandt werden und eine geeignete Organisation der Planungsstellen und Planungsaufgaben kann dazu beitragen, Widersprche zu be-seitigen und Doppelarbeit zu vermeiden. Dagegen steht aber das Problem, dass mit wachsendem Planungsumfang die Aufgaben immer grer und unbersichtli-cher werden.

Trotz guter Instrumente und Methoden wird es immer schwieriger, Komplexittsverluste zu vermeiden und die Planungen schnell und flexibel an vernderte Rahmendaten anzupassen. Ferner steigt mit wachsendem Planungsum-fang das aus Fehlplanungen resultierende Verlustrisiko.

Die Vorzge einer dezen-tralen Planung liegen dagegen in einer hheren Flexibilitt, in geringeren Kom-plexittsverlusten und geringeren Risiken der Fehlplanung. Whrend in einer Zentralverwaltungswirtschaft die Fehleinschtzungen der Zentrale zu teilweise katastrophalen Konsequenzen fr die Volkswirtschaft fhren, sind die Risiken aus einer Fehleinschtzung kleiner Wirtschaftseinheiten dagegen eher gering.

Ver-schtzt sich ein Unternehmen bei der Beurteilung der Nachfrage, so erleidet es Verluste und scheidet im Extremfall ganz aus dem Markt aus. Dies schafft Anrei-ze fr andere Unternehmen, sich anders zu verhalten und beobachtete Fehler zu vermeiden. Die Marktwirtschaft ist also versicherungstechnisch gesehen eine Groeinrichtung zur Risiko-Diversifizierung.

In einer Zentralverwaltungswirtschaft kann nur dann richtig geplant werden, wenn auch die richtigen Informationen vorliegen. Dies bedeutet aber, dass ein enormes Informations- und Kontrollsystem aufzubauen ist, um Einzelwnsche zu erfassen, Produktionsplne aufzubauen, Verteilungssysteme zu organisieren und alle Bereiche aufeinander abzustimmen.

Wir wissen anhand des Beispiels der Staatssicherheit in der ehemaligen DDR, welch ungeheurer Apparat in der Volks-wirtschaft erforderlich war, um das Controlling fr ein zentral gelenktes Wirt-schaftssystem zu leisten. In einer Marktwirtschaft ist es dagegen jeder wirtschaf-tenden Einheit berlassen, sich Informationen zu beschaffen und die Wirtschaftsplne darauf abzustellen.

Dabei ist es nicht erforderlich, dass ein Indi-viduum im Gegensatz zur Zentrale einer Verwaltungswirtschaft ber alle Informationen des Wirtschaftsgeschehens verfgt. Es ist nur ntig, diejenigen In-formationen zu besitzen, die fr das Aufstellen eines individuellen Wirtschaftspla-nes grundlegend sind. Dies ist bei sich schnell ndernden Daten in einer sich dynamisch entwickelnden Volkswirtschaft ein enormer Vorteil, der den Nachteil unvollkommener Informations- und Planungsinstrumente auf der individuellen Ebene bersteigt.

Durch den geringeren Informationsanspruch der Einzelentschei-dung reagieren die Wirtschaftseinheiten schneller und passen sich auf diese Weise flexibler den sich ndernden Ausgangsbedingungen an. Ordnungsmodelle in der Realitt 17 Mit wachsender Entscheidungsfreiheit und Verantwortung fr die Konsequen-zen der Entscheidung wchst auch die Motivation, also das Interesse, Entschei-dungen richtig zu fllen. Verwaltungssysteme kranken dagegen, wie jeder Behr-denapparat, daran, dass sie am Prinzip der Dienstpflichterfllung orientiert sind und nicht an konomischen Leistungsprinzipien.

In einer Zentralverwaltungswirtschaft scheint es zunchst wesentlich leichter, einen sozialen Ausgleich herbeizufhren, als in einer Marktwirtschaft. Wenn aber unter dem sozialen Ausgleich die Gleichheit aller verstanden wird, so entspricht dies nicht notwendig den Vorstellungen der Menschen und ist somit a priori auch kein Leistungsmerkmal fr die Volkswirtschaft.

So entspricht das Prinzip, die G-ter in der Volkswirtschaft auf alle Konsumenten gleich zu verteilen, nicht notwen-digerweise dem Anspruch auf soziale Gerechtigkeit, wenn sehr unterschiedliche Beitrge zum Gesamtprodukt geleistet worden sind.

Beispielsweise werden es vie-le Menschen als gerecht empfinden, wenn derjenige, der 10 Stunden tgliche Ar-beit in dieses Produkt investiert hat, mehr erhlt, als ein anderer, der nur 5 Stunden gearbeitet und sich fr den Rest des Tages vergngt hat. Wenn die Leistung einen wichtigen Mastab der sozialen Gerechtigkeit darstellt, dann kann ein um soziale Komponenten ergnztes marktwirtschaftliches System dem Sozialanspruch ge-recht werden.

Betrachtet man die realen Ergebnisse der Marktwirtschaft und der Zentralverwaltungswirtschaft, so erscheint die Marktwirt-schaft als das leistungsfhigere System. Ihr primres Koordinationsprinzip soll der Wettbewerb sein.

Neben dem Wettbewerbsprinzip steht die staatliche Aufgabe, Unvollkommen-heiten des Wettbewerbs und soziale Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Die Konzeption der sozialen Marktwirtschaft wurde nach dem Zweiten Welt-krieg in der Bundesrepublik von der neoliberalen Schule der nationalen kono-mie, deren Hauptvertreter Walter Eucken und Wilhelm Rpke waren, entwickelt. Der Entwurf dieser Wirtschaftsordnung beruht auf der Einsicht, dass der Markt ein brauchbares Instrument der Lenkung ist, dass der Staat aber zunchst die grundle-genden Bedingungen fr den Wettbewerb schaffen und darber hinaus die Ge-rechtigkeit der Verteilung sichern muss.

Insbesondere Eucken stellt heraus, dass es einer klaren Rahmenbedingung bedarf, die den Grundsatz des Wettbewerbs als 18 2. Ordnungsmodelle in der Volkswirtschaftslehre unerlssliches Organisationsmittel von Massengesellschaften funktionsfhig macht. Eucken entwickelte daher konstituierende Prinzipien, die der Herstellung eines funktionsfhigen Wettbewerbs dienen sollen. Hierzu gehren, unter ande-rem, die Forderungen nach einem funktionsfhigen Preissystem, Privateigentum, Vertragsfreiheit, offenen Mrkten und dem Grundsatz der Haftung der Unterneh-men fr ihre wirtschaftlichen Entscheidungen.

Eine Rahmenordnung fr den Wettbewerb zu schaffen, ist Aufgabe staatlicher Gesetzgebung. Neben den der Herstellung des Wettbewerbs dienenden Prinzipien sind nach Eucken weiterhin so genannte regulierende Prinzipien notwendig, die den Wettbewerb funktionsfhig halten sollen. Denn die strenge Befolgung der konstituierenden Prinzipien kann nicht verhindern, dass in der konkreten Wirtschaftsordnung, d. Auch falls eine vollstndige Konkurrenz verwirklicht ist, enthlt sie Mngel und Schwchen, Neigungen sich stndig aufzuheben, so dass eine fort-whrende Korrektur notwendig ist Eucken, Um den Wettbewerb zu sichern, muss der Staat deshalb eine aktive Wirt-schaftsordnungspolitik betreiben.

Sie kann aber nur dann wirksam sein, wenn sie auf einem ordnungspolitischen Gesamtkonzept basiert. Wirtschaftspolitik darf da-her nicht punktuell betrieben werden, weil dann einander widersprechende Ma-nahmen mglich werden. Spezialgesetze gegen Monopole z. Wirtschaftspoli-tische Entscheidungen des Staates mssen immer unter einmal fixierten ordnungs-politischen Gesamtentscheidungen, die mit den konstituierenden Prinzipien Euckens gegeben sind, getroffen werden. Das heit nichts anderes, als dass sich Rechtsprechung und Verwaltung in bereinstimmung mit der von der Gesetzge-bung grundlegend getroffenen wirtschaftsverfassungsrechtlichen Gesamtentschei-dung befinden mssen.

In der sozialen Marktwirtschaft geht es aber nicht nur darum, den Wettbewerb abzusichern, sondern eine wirksame Sozialpolitik als Ergnzung und Korrektur der Wettbewerbsordnung zu installieren. Der Wettbewerb soll das tragfhige Fun-dament fr eine staatliche Umverteilung der Einkommen bilden, die in Form von Subventionen, Transfers, Frsorgeleistungen und Einrichtungen fr die soziale Si-cherung stattfinden kann, um die marktliche Einkommensverteilung in Richtung auf die soziale Gerechtigkeit zu korrigieren.

Der folgenden Tabelle ist zu entneh-men, welchen Umfang die Sozialleistungen in der Bundesrepublik angenommen haben.

Sie umfassen derzeit etwa ein Drittel des Bruttoinlandproduktes. Der gr-te Teil der Sozialaufwendungen besteht aus Transferzahlungen zum grten Teil: Renten fr das Alter und die Hinterbliebenen. Hier spiegelt sich neben den stei-genden Rentenversicherungsleistungen auch die Bevlkerungsentwicklung wider, die durch weniger Kinder und eine zunehmende Zahl lterer Menschen geprgt ist. Daneben fllt aber auch die hohe Quote der Gesundheitskosten ins Auge.

Die Ge-sundheitskosten sind in den letzten Jahren explosionsartig angestiegen und zhlen heute zu den umstrittensten Sozialkosten. In regelmigen Abstnden wird mit Hilfe von Gesundheitsreformen versucht, den Anstieg dieses Sozialkostenblocks 2. Ordnungsmodelle in der Realitt 19 einzudmmen.

Beitrge des Staates Mill. EUR Erziehungsgeld Mill. Sozialleistungen insgesamt nach Konsolidierung der Beitrge des Staates. Die kommunistische Herrschaft unter Mao Zedong war strikt planwirtschaftlich ausgerichtet und unterstellte die Wirtschaft den Parteizielen. Politische Umbrche Groer Sprung, Kulturrevolution wurden zentral initiiert und fhrten zu wirtschaftlichen Erschtterun-gen, die teilweise mit Hungersnten verbunden waren.

Dengs wirtschaftlicher Pragmatismus ist durch den berhmten Satz beschrie-ben: Egal ob eine Katze wei oder schwarz ist, Hauptsache sie fngt Muse. Die erste Phase der Deng-ra war durch die vorrangige Frderung der Land-wirtschaft und die wirtschaftliche ffnung nach auen gekennzeichnet Der mit Einfhrung dieses neuen Wirtschaftssystems einsetzende Aufschwung wurde unterbrochen, als die Partei die Wnsche nach einer politischen Liberalisie-rung gewaltsam am Tiananmen-Platz unterdrckte.

Nach vorbergehender Isola-tion Chinas begann dann ein strmischer Wirtschaftsaufschwung nach Dieser Wirtschaftsaufschwung wurde zunchst durch die Investitionen von Auslandschinesen getragen, vor allem aus Hongkong und Taiwan wurden produk-tionsintensive Bereiche auf das chinesische Festland verlagert, um massiv Lohn-kosten einzusparen.

In der Folge kam es zu einer Welle krftiger Auslandsinvesti-tionen durch multinationale Konzerne und zu einem Rekordwachstum im vergangenen Jahrzehnt. Die Industrie wird aus zwei Grnden angezogen: Einer-seits sind die Lohnkosten nach wie vor im Vergleich zu anderen Standorten gns-tig und China gilt als politisch sicheres Land fr Investoren. Zum Zweiten ist ein Markt mit 1,3 Mrd. Konsumenten hochinteressant, zumal immer mehr Haus-halte in den groen Stdten in konsumstarke Einkommensregionen hineinwach-sen.

Zwischen und hat sich das BIP fast verdreifacht. Mittlerweile sind Anzeichen einer konjunkturellen berhitzung erkennbar, so ein Druck auf die Gterpreise und eine starke Steigerung der Preise fr Immo-bilien.

Die berhitzungserscheinungen sind vor allem in dem weit entwickelten Grtel entlang der Ostkste zu beobachten. Daher sieht die staatliche Planung nunmehr vor, das Wachstum mehr zum mittleren und westlichen Bereich Chinas zu verla Ordnungsmodelle in der Realitt 21 gern und insgesamt etwas herunterzufahren. Das schnelle Wachstum ist nicht ohne Risiken.

Im Zuge des raschen Auf-schwunges ist die Nachfrage nach Energie stark gestiegen und kann aus eigenem Reservoir nicht gedeckt werden. Die vier groen Staatsbanken haben in groem Umfang faule Kredite angehuft, ber deren Grenordnung allerdings keine ver-lssliche Information herrscht. Der Wohlstand hat im chinesischen Frhkapita-lismus zu einer einseitigen Verteilung der Einkommen gefhrt. Hierdurch entsteht ein star-ker Druck auf eine aktivere Umverteilungspolitik des Staates.

Der Staat selbst wird zunehmend als vom Kapital korrumpiert wahrgenommen. Die Luxuslimou-sinen hochrangiger Beamter weisen auf ein Problem hin, das in der Anfangszeit unter Deng noch rigoros bekmpft wurde, aber nunmehr zum akuten Problem ge-worden ist. Bislang ist es nicht gelungen, ein Sozialsystem aufzubauen, das die Probleme der Altersversorgung, der Gesundheitskosten und des Sozialausgleichs analog zur sozialen Marktwirtschaft lst.

Es scheint, dass die neue chinesische Fhrung hier Schwerpunkte ihrer Planung setzen mchte und auch die Problemfelder Energie und Umwelt mit grerer Entschlossenheit angehen wird als ihre Vorgnger. Dazu wird China weiter ein auergewhnlich hohes Wirtschaftswachstum brauchen.

Ob dies in den nchsten Jahren stabil erreichbar sein wird, oder ob auf Grund der sich abzeichnenden Risiken erste Konjunkturdellen auftreten werden, kann aus heuti-ger Sicht nicht prognostiziert werden. Zusammenfassend lsst sich die Sozialistische Marktwirtschaft Chinas durch die folgenden Punkte charakterisieren: Wirtschaftliche Freiheiten fr Produzenten und Hndler ffnung fr Auslandsinvestitionen und fr den Auenhandel Kernindustrien unter staatlicher Kontrolle Uneingeschrnkte Fhrerschaft der Partei, verbunden mit Planvorgaben.

Hongkong und Taiwan blieben hierbei unbercksichtigt. Ordnungsmodelle in der Volkswirtschaftslehre Tabelle 2. Sie kann entweder zentral nach Plan erfolgen, oder dezentral ber den Markt geregelt werden. Vergleichen Sie tabellarisch Zentralverwaltungswirtschaft und Markt-wirtschaft anhand der Planungsgrundlagen, der Koordinierung, der Sank-tionen sowie der notwendigen Voraussetzungen.

Gehen Sie dabei auch aber nicht nur auf die wichtigsten staatli-chen Sozialleistungen ein. Um die wirtschaftliche Leistungsfhigkeit international vergleichbar zu machen, wurde mit dem System of National Accounting SNA ein weltweit angewendetes Rechnungsschema ge-schaffen. So weist die Gruppe der EU Lnder auf der einen Seite zwar ein sehr hohes Outputniveau, aber andererseits nur geringe Wachstumsraten auf.

Umgekehrt starten die neuen Mitgliedslnder auf einem niedrigeren absoluten Niveau und wachsen dafr deutlich strker. Whrend hohe Wachstumsraten von China und Indien das Potential der bevlkerungsstrksten aber wirtschaftlich vergleichsweise schwachen Lnder Asiens andeuten und auch die Tigerstaaten2nach berwundener Finanzkrise wieder deutlich zulegen, wchst die japanische Wirtschaft auf hohem Niveau nur langsam.

Ein hohes Outputniveau bedeutet nicht automatisch niedrigeres Wachstum. Zum erweiterten Kreis zhlen zudem Indonesien, Malaysia und die Philippi-nen. Deutschland im Zeitalter der Globalisierung ringfgig unter dem globalen Trend. Das etwas strkere relative Wachstum der Schwellen- und Entwicklungslnder sollte aber nicht darber hinwegtuschen, dass in absoluten Gren die Zuwchse der Industrielnder noch immer deutlich ber denen der rmeren Lnder liegen.

Trotz des sehr groen Abstandes zwischen den durchschnittlichen Einkommen neuer und alter Mitgliedslnder, weist aber mit Slowenien ein neues Mitglied be-reits ein hheres Pro-Kopf-Einkommen aus, als die alten Mitgliedsstaaten Portugal und Griechenland. Statistisches Bundesamt, , S. Dieser Trend wird nicht zuletzt durch sehr niedrige Transportkosten zu Wasser, zu Lande und in der Luft begnstigt. Waren- und Dienstleistungsexporte bzw.

Euro in Preisen von und zu jeweiligen Wechselkursen Quelle: Jahresgutachten des Sachverstndigenrates, Die Graphik besttigt zum einen die gestiegene Bedeutung des internationalen Handels und deutet zum anderen auf die unterschiedliche Entwicklung des Auen-beitrages der konomien Europas, Japans sowie der Vereinigten Staaten hin. Deutschland im Zeitalter der Globalisierung ven Auenbeitrag aufweist, lagen die amerikanischen Exporte im betrachteten Zeitraum deutlich unter den Importen.

Die daraus resultierenden jhrlichen Leis-tungsbilanzdefizite mssen daher durch einen stndigen Zufluss von auslndi-schem Kapital ausgeglichen werden.

Die Gruppe der EU Lnder weist einen ausgeglichenen Auenbeitrag auf, der bis leicht positiv und seither leicht negativ war. In monetren und rea-len Einheiten gemessen bertrafen die europischen Exporte die amerikanischen in den letzten Jahren. Dabei ist zu beachten, dass in Abbildung 3. Umgekehrt verhlt es sich jedoch bei der Entwicklung der Finanzstrme.

In den letzten Jahren beliefen sich die brsentglichen Umstze auf ca. Ein jhrliches Welthandelsvolumen von ca. Selbst wenn weitere Transaktionen, die in Verbin-dung mit realwirtschaftlichen Vorgngen stehen, wie auslndische Direktinvestiti-onen oder die Absicherung von Handelsgeschften vor Wechselkursschwankun-gen Hedging bercksichtigt werden, bleibt eine hohe, zumeist spekulations-bedingte, berliquiditt bestehen.

Auf Grund der hohen Einstze generieren dabei selbst kurzfristige Kurs-differenzen im Bereich von zehntausendstel bis tausendstel Prozent betrchtliche Gewinne. Befrworter argumentieren, dass diese geringfgige Steuer die berliquiditt reduzieren und somit die Stabilitt er-hhen knnte. Zudem wre es mglich die Einnahmen fr internationale Belange ein-zusetzen. Gegner der Steuer halten dagegen, dass die Steuer nur in Ausnahmefllen Fi-nanzkrisen in den letzten Jahrzehnten htte verhindern knnen.

Auerdem stehen sie der Vermischung von Fiskal- und Geldpolitik kritisch gegenber. Made in Germany 27 3. Auf der einen Seite glnzten deutsche Unternehmen durch ihre Erfolge im Ausland. Dort erfreuten sich Produkte Made in Germany bei privaten Konsumenten und Investoren noch immer groer Be-liebtheit vgl.

Auf der anderen Seite zeigt sich die Binnennachfrage un-verndert von ihrer schwachen Seite. Es wird vielfach diskutiert, warum sich die Erfolge im Ausland und die damit verbundenen Einkommenssteigerungen nicht auf dem deutschen Binnenmarkt bemerkbar machen. Tatschlich ist die hohe internationale Wettbewerbsfhigkeit deutscher Unternehmen auch auf die Auslagerung von Produktionsschritten zu-rckzufhren.

Dies gewhrleistet nicht nur wettbewerbsfhige Preise, sondern re-sultiert auch in einem hheren auslndischen Wertschpfungsanteil deutscher Ex-portgter. Jedoch konnte der sinkende inlndische Wertschpfungsanteil in den letzten Jahren zumeist durch das steigende Volumen mehr als kompensiert wer-den, so dass die positive Entwicklung im Auenhandel per Saldo neue Beschfti-gung generierte.

Ein deutlicherer Impuls fr den Arbeitsmarkt konnte aber auf Grund der rapide ansteigenden Arbeitsproduktivitten nicht beobachtet werden. Im Gegensatz zu den gestiegenen Exporten, konnte die schwache Binnennach-frage die negativen Beschftigungseffekte der Produktionsverlagerung bei Gtern Box 3. Sddeutsche Zeitung vom Jetzt muss nur noch die Nachfrage im Inland anziehen. Beflgelt vom weltwirtschaftlichen Aufschwung legten die Ausfuhren nachSchtzung des Statistischen Bundesamts vom Dienstag um 10,0 Prozent zu.

Zwar kletterten damit auch die Einfuhren um 7,7 Prozent nach oben. Doch derAusfuhrberschuss in der Handelsbilanz erreichte mit ,6 Milliarden Euronach einen neuen historischen Hchststand.

Dabei profitierte der deut-sche Auenhandel erneut von der robusten Weltkonjunktur. Fr die brigen Lnder lag das Plus bei 10,4 Prozent.

Deutschland im Zeitalter der Globalisierung fr den heimischen Markt nicht vollstndig kompensieren. Da jedoch der ber-wiegende Anteil der deutschen Direktinvestitionen in den letzten Jahren in westli-chen Industrielndern gettigt wurde, was eher auf die Erschlieung neuer Mrkte als auf die Auslagerung von Beschftigung hindeutet, resmiert der Sachverstn-digenrat, dass die Verluste an heimischer Beschftigung durch die Auslandspro-duktion quantitativ eher beschrnkt sind Jahresgutachten des Sachverstndigen-rates, , S.

Zweifellos erhhte die gestiegene Arbeitsproduktivitt den Druck auf dem Ar-beitsmarkt. Umgekehrt trgt eine hohe Produktivitt aber wesentlich zur Attrakti-vitt eines Standortes bei. Zudem waren Produktivittssteigerungen in der Ver-gangenheit in fast allen Industrienationen zu beobachten.

Vieles spricht daher dafr, dass ein Gros der wirtschaftlichen Probleme hausgemacht ist und wie die Produkte das Label Made in Germany tragen knnten. Auf einige Herausforderungen, wie etwa die Arbeitslosigkeit oder die zuneh-mende Alterung der Gesellschaft haben Bund und Lnder wenn auch spt mit der Einleitung notwendiger Reformen reagiert.

So wurde neben der Rentenversi-cherung auch der Arbeitsmarkt reformiert. Die ersten Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Reformen in diesen Bereichen den richtigen Weg weisen. Allerdings besteht nach wie vor ein groer Handlungsbedarf auf anderen Problemfeldern. Dabei ist zu beachten, dass Lsungskonzepte vor dem Hintergrund leerer ffentlicher Kassen entworfen werden mssen, und eine weitere Staatsverschuldung zu minimieren, wenn nicht ganz zu vermeiden ist.

Diestrukturelle Lcke zwischen laufenden Ausgaben und laufenden Einnahmenim Bundeshaushalt erfordert zur Einhaltung von Art. Dem Einzelnen wchst eine grere Eigenverantwortung zu.

Diesenbergang werden wir mit sozialem Augenma gestalten. Die f-fentlichen Haushalte befinden sich derzeit in einer auerordentlich ernstenLage. Die laufenden Ausgaben liegen zum Teil dramatisch ber den regelm-ig flieenden Einnahmen. Der daraus erwachsende Konsolidierungsbedarf ist enorm und kurzfristig nicht zu bewltigen. Deutschland braucht eine nationaleAnstrengung auf allen Ebenen, um das gesamtwirtschaftliche Wachstum zusteigern und die strukturelle Unterdeckung der ffentlichen Haushalte durchgemeinschaftliche Konsolidierungsanstrengungen und Strukturreformen zu3.

Hufig sind in diesem Zusammenhang mode-rate Lohnabschlsse oder individuelle Verhandlungen mit Grounternehmen, die zur Standortsicherung Deutschlands beigetragen haben, gelobt worden.

Der Siche-rung von Arbeitspltzen sollte auch bei zuknftigen Verhandlungen eine hohe Pri-oritt eingerumt werden. Allerdings ist darauf zu achten, dass sich die in den letz-beseitigen. Jedes Hinausschieben der notwendigen Haushaltssanierung treibtden Konsolidierungsbedarf nur noch weiter in die Hhe. Die Sicherung der Tragfhigkeit und der Qualitt der ffentlichen Finanzen istnicht zuletzt vor dem Hintergrund der Generationengerechtigkeit eine zentraleHerausforderung fr die Finanz- und Haushaltspolitik.

Haushaltspolitik kannnicht losgelst von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung handeln. Die Er-fahrungen in anderen Lndern haben jedoch gezeigt, dass eine durchgreifendeHaushaltskonsolidierung einen Beitrag leistet, die Weichen wieder aufWachstum zu stellen, weil sie das Vertrauen von Investoren und Konsumen-ten in die Kontinuitt der knftigen Steuer-, Finanz- und Haushaltspolitik fr-dert.

Weitere Reformen dersozialen Sicherungssysteme sind erforderlich. Sanieren und Reformieren al-leine reichen aber nicht. Deutschland braucht eine Wachstumsstrategie mit deutlich hheren Investiti-onen. Deutschland muss sich dem rasanten, weltweiten Strukturwandel offensivstellen.

Die Zeit drngt, die internationale Konkurrenz steht nicht still. Es mussschnell gehandelt werden. Seit rund 10 Jahren ist die deutsche Wirtschaft durch eine aus-gesprochene Wachstumsschwche gekennzeichnet.

Das schwache Wachstumist die wesentliche Ursache fr den sprbaren Rckgang der sozialversiche-rungspflichtigen Beschftigung. Deshalb mssen neues Wachstum generiert und mehr Beschftigungschancenerffnet werden. Ohne deutlich mehr Wachstum ist eine Konsolidierung derffentlichen Haushalte und der Sozialversicherungen nicht mglich.

Ein halbes Prozent mehr Wachstum wrde rund 2,5 Mrd. Euro mehr Steuer-einnahmen und etwa 2,3 Mrd. Euro Mehreinnahmen bei den Sozialversiche-rungen erbringen. Notwendig ist ein neuer Wachstumsschub durch die Bele-bung von Investitionen und Innovationen; durch eine Strkung desVerbrauchervertrauens wollen wir die private Konsumnachfrage beleben.

Dies hat wirtschaftspolitisch Vorrang. Deutschland im Zeitalter der Globalisierung ten Jahren sehr unterschiedliche Entwicklung von Einkommen aus Kapital und Unternehmerttigkeit gegenber von unselbstndigen Einkommen nicht weiter verstrkt Abbildung 3.

Eine Orientierung der Lohnentwicklung an die Produk-tivittszuwchse der Unternehmen stellt einen mglichen Ansatz dar. Entwicklung der Einkommen aus Kapital und Unternehmerttig-keit gegenber Einkommen aus unselbstndiger Arbeit in Preisen von Quelle: Jahresgutachten des Sachverstndigenrates, Es ist offensichtlich, dass weder die Wirtschaftspolitik noch die Wirtschafts-theorie den Knigsweg aus der Krise kennt.

Allerdings verfgen Theoretiker und Praktiker ber ein breites Set an Instrumenten, mit deren Hilfe zunchst eine Di-agnose der Situation erstellt und anschlieend eine mgliche Therapie entworfen werden kann.

Mehr und mehr hat sich dabei die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Wirtschaft nicht als Mechanismus verstanden werden darf, der durch Drcken der richtigen Knpfe gesteuert werden kann. Vielmehr kann man sich die Wirtschaft als einen Organismus vorstellen, der auf Stimmungslagen reagiert und in Bezug auf wirtschaftspolitische Instrumente unterschiedlich disponiert sein kann.

Die Struktur dieses Organismus, die Ursachen fr Fehlfunktionen und die Mglichkei-ten ihrer Therapierung werden in diesem Lehrbuch in kompakter Form vorgestellt. Aufgabe zu Kapitel 3 3. Worin sehen Sie die Chancen bzw. Probleme, die mit dieser Entwicklung einhergehen? Auf den damals revolutionren Gedanken, die wirtschaftlichen Zusammenhnge in Form eines Kreislaufmodells zu beschreiben, wird bis heute immer wieder zu-rckgegriffen. Allerdings hat er sich als Universaltalent auch mit konomischenFragen auseinander gesetzt und in diesem Zusammenhang die Lehre des Phy-siokratentums mageblich beeinflusst.

Die Lehre der Physiokraten besagt im Kern, dass allein die Natur imstandeist, produktiv zu sein und neue Werte zu schaffen. Dies bedeutet fr die An-hnger dieser Lehre, dass allein die Landwirtschaft ein Produktionszweig ist,bei dem sich der geschaffene Wert nicht allein aus der Addition der Kostenergibt, sondern noch einen Mehrwert produit net abfllt. Der Preis land-wirtschaftlicher Produkte ergibt sich konsequenterweise als Summe aus Kos-ten und Mehrwert bon prix.

Der landwirtschaftlich erzeugte Mehrwert istdie Quelle des Reichtums der Volkswirtschaft und kann durch Reinvestitionenkumulativ vermehrt werden. Entsprechend dieser Grundvorstellung entwickelt Quesnay ein Modell deswirtschaftlichen Kreislaufs, das er als Analogon zum menschlichen Blutkreis 4.

Obwohl dieser Gedanke vor dem Hintergrund der extensiven Nutzung natrlicher Ressourcen immer wieder kritisiert wurde, eignen sich die Kreislaufmodelle sehr gut, um die grundlegenden Beziehungen ei-ner konomie abzubilden. Lhne und Ge-lauf auffasst. Das Modell besteht aus drei wirtschaftlichen Sektoren: Die freie Bettigungsmg-lichkeit des Individuums im Rahmen dieser gesellschaftlichen Ordnung ist einSchlssel auf dem Weg zur natrlichen Harmonie laissez faire, laissez pas-ser, le monde va de lui-mme.

Damit standen die Physiokraten im voll-kommenen Gegensatz zur herrschenden merkantilistischen Lehre. Kreislaufanalyse 33 hlter L stellen Einknfte aus unselbstndiger Arbeit dar. Fragen wir uns nun wozu das im Zuge der Produktion erzeugte Einkommen Y verwendet wird. Einen Teil des Volkseinkommens behalten die Unternehmen, um das Eigenkapital aufzustocken. Der Rest geht an die privaten Haushalte. Diese verwenden den grten Teil ihrer Einkommen zu Konsumzwecken C. Da alle Einkommen aus der unternehmerischen Produktion resultieren, aber nicht alle Einkommen von den Haushalten ausgegeben werden, trgt ein Teil der Produktion zum Aufbau des volkswirtschaftlichen Reinvermgens bei.

Dieser Teil, der ein zuknftiges Produktions- und Einkommenswachstum ermglicht, entspricht den Nettoinvestitionen I 8. Die Nettoinvestitionen werden durch Ersparnisse finanziert und stellen Verm-gensnderungen im Kreislaufmodell dar Abbildung 4. Aus Grnden der ber-sichtlichkeit erscheinen nur noch Zahlungsstrme in der Graphik. Zahlungsstrme in einer Volkswirtschaft ohne Staat und Auen-handelDie Verwendung eines einfachen Kreislaufmodells bietet sich an, um grundle-gende Zusammenhnge einer konomie nher zu beleuchten.

Gleichzeitig fehlen aber mit dem Staat und dem Ausland zwei Sektoren, die das wirtschaftliche Ge-schehen mageblich mitbestimmen. Es wird schnell klar, dass bei einer Einbezie-hung von Staat und Ausland das Beziehungsgeflecht wesentlich komplexer wird. So mssen Unternehmen wie Haushalte Steuern an den Staat bezahlen. Im Gegen-zug erhalten die Unternehmen staatliche Subventionen z. Der Zusammenhang zwischen Abschreibungen, Brutto- und Nettoinvestitionen wird im folgenden Kapitel nher beleuchtet.

Die privaten Haushalte knnen in ihrer Rolle als Konsumenten per Definition nicht investieren. Eine Verbindung zum Ausland bilden die inlndischen Unternehmen. Diese er-halten Zahlungen vom Ausland falls sie Gter exportieren und sie leisten Zahlun-gen beim Import. Entsprechen sich Ex- und Importe so ist die Handelsbilanz aus-geglichen. In diesem Fall entstehen Forderungen gegenber dem Ausland. Aber auch die anderen Sektoren sind mit dem Ausland verknpft.

Hier kommt den Transfers des Staates z. Zahlungen an die EU sowie der privaten Haus-halte z. Die Darstellung als erweiterter Kreislauf eignet sich nur noch bedingt, um die Zahlungsstrme nachzuvollziehen. Ein vereinfachtes Kontenschema soll im Fol-genden dargestellt werden. Diese Vorgabe, die schon bald aufgegeben wird, erleichtert zum einen den Einstieg in das Kontensystem und ermglicht zu-dem einen Vergleich mit dem oben dargestellten Kreislaufdiagramm Abbildung 4.

Das Herzstck jeder Volkswirtschaft bilden die Unternehmen. Sie erzielen Um-stze und entlohnen damit die Produktionsfaktoren. Die Grundlage des Kontensys-tems bildet daher das Betriebsergebniskonto eines Unternehmens. Dieses zeigt auf der linken Input- Seite die Kosten der Inputs und auf der rechten Output- Seite die erstellte Betriebsleistung, bewertet in Geldeinheiten.

Auf der linken Seite stehen dann die Einkufe an Vorleistungen von anderen Unternehmen: Bei der Zusam-menfassung der Betriebsergebniskonten aller Unternehmen einer Volkswirtschaft ohne Staat und Auenhandel heben sich Einkufe und Verkufe an Vorleistungen auf.

Aus dieser Darstellung ergeben sich folgende Zusammenhnge: Das Nationale Produktionskonto wird nun durch Aggregation der Produktions-konten aller Unternehmen gebildet.

Unter der Annahme, dass weder der Staat noch das Ausland konomisch aktiv sind, ergibt sich das folgende nationale Pro-duktionskonto: Es entspricht dem ehemaligen Bruttosozialprodukt BSP. Das Bruttonationaleinkommen Ybr einer Volkswirtschaft ohne Staat und Auenhandel entspricht der Summe aller im Zeitraum eines Jahres produzierten und mit ihren Preisen bewerteten Endprodukte. Bei Abzug dieser durch die Abschreibungen gegebenen Werte erhalten wir das durch Formel 4.

Das Primreinkommen Y oder auch Nettonationaleinkommen ergibt sich aus der Differenz zwischen Bruttonationaleinkommen und Abschreibungen. Das Volkseinkommen ergibt sich aus der Summe der Nettowert-schpfungen. Es entspricht ohne Staat und Auenhandel dem Primreinkommen Y. Fragen wir uns nun, wozu das im Zuge der Produktion erzeugte Einkommen verwendet wird. Ein Teil wird offensichtlich in den Unternehmen belassen, um das Eigenkapital aufzustocken gilt fr Kapitalgesellschaften.

Wir nennen diesen Teil einbehaltene Gewinne SU.