Boris Jefimowitsch Nemzow

 


Schweizerische Bundeskanzlei BK , abgerufen am 9. Einen offiziellen Währungsvertrag mit der Schweiz schloss Liechtenstein jedoch erst am Seit dem grossen Wirtschaftswachstum in den er-Jahren wurden Gastarbeiter gezielt angeworben, später erreichten die Schweiz immer wieder Flüchtlingsströme, etwa aus dem ehemaligen Jugoslawien während der Jugoslawienkriege. Meteorologen kämpfen sich durch Schneewand.

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Einen Teil ihrer Schätze, wertvolle Gemälde und Edelporzellan, hatten die Rothschilds vor ihrem Exodus mit fünf Lastzügen aus Paris herausschaffen lassen, "aber es gab noch viele Dinge zu ordnen", erinnert sich Baron Guy, "und deshalb bin ich noch bis Oktober in Frankreich geblieben und erst dann ebenfalls nach Amerika retiriert.

Auf der Überfahrt erhielt der Transporter einen Torpedovolltreffer. Ich schwamm sieben Stunden im Ozean, bis mich eine britische Korvette auffischte. In England wurde Ich mit Charles de Gaulle bekannt. August stand Ich endlich wieder in der Rue Laffitte.

Ich verwaltete sie nun als Vorposten der Familie. Hitlers Kunstorganisatoren hatten die meisten Verstecke aufgespürt, in denen die Rothschilds ihre vielen Gemälde eingelagert hatten. Von den 22 Kunstobjekten, die während des Krieges in den besetzten Gebieten beschlagnahmt worden waren, gehörte etwa ein Fünftel den Rothschilds. Die alte Bank wurde erst wieder richtig aktiv, als sie ein typisches Börsenmanöver inszenierte. Sie waren aus dem Offiziers -Gefangenenlager Lübeck heimgekehrt.

Rot bedeutete besonders deutschfeindlich', grün aufgegriffener Ausbrecher' und gelb Jude'. Wir hatten alle drei Farbkleckse.

Die Rothschilds versuchten mit anderen Lagerinsassen, in der Prominenten-Baracke einen Ausbruchstollen in die Erde zu treiben. Seine monotonen Stiefeltritte übertönten die Geräusche der Grabwerkzeuge, aber kurz vor dem Durchbruch wurde der Stollen doch entdeckt, und sofort fiel der Verdacht- auf den Stalin-Sohn. Gemeinsam begann das Vettern-Trio, die Interessen der Bank neu zu ordnen und ihre Geschäftspolitik der Nachkriegssituation anzupassen. Chef Guy de Rothschild nennt als seine wichtigsten Domänen:.

Sie unterscheiden zwischen stabilen und mobilen Beteiligungen. Sie kaufte mit Rothschild-Millionen und den Zechinen der Bankkunden beträchtliche Aktienstapel der Firmen auf, die für die Hauspolitik der Rothschilds interessant sind. Zweimal hatte die Opposition wegen de Gaulles nuklearer Hypertrophie einen Tadelsantrag gegen Pompidou gestellt.

Er bemühte sich vor allem um den Cousin, der im Familienkreis als reichster Rothschild gilt: Edmond erbte von seinem Vater, dem schwarzen Familienschaf Moritz, ein riesiges Vermögen, das auf etwa eine Milliarde Mark geschätzt wird. Als ihm der junge König Midas aus dem Hause Rothschild während der verunglückten Pariser Viermächtekonferenz bei einem Empfang in der Pariser Sowjetbotschaft vorgestellt wurde, raunzte der oberste Sowjetmensch: Das Millionärs-Hobby konnte aber den reichsten Franzosen, Edmond de Rothschild, nicht von seinen Transaktionen ablenken.

In Frankreich investierte er seine Millionen vorwiegend in Supermärkte, Grundstücks- und Baugesellschaften und in das Fremdenverkehrsgeschäft, von dessen Aufschwung er sich goldene Berge verspricht.

Auch im Frankfurter Rothschild-Park hinter dem Opernhaus werden jetzt achtzehnstöckige Hochbauten aus dem grünen Rasen gestampft. Den Park hatte die Stadt dem Schwiegersohn des letzten Frankfurter Rothschild für Mark abgekauft, die Summe wurde aber seinen Erben vorenthalten. Dafür wurden sie mit Mark entschädigt. Die Abfindung genügte ihnen zunächst, aber zehn Jahre später, nach dem Wirtschaftsaufschwung der Bundesrepublik, stellten sie neue Forderungen.

Die Stadt Frankfurt trat den Rothschilds den südlichen Teil des Parks 12 Quadratmeter kostenlos als Baugelände ab, erteilte ihnen Ausnahmegenehmigungen für jede Art der Bebauung und zahlte auch noch Mark in bar. Da die Erbengemeinschaft beim Verkauf dieses idealen City-Geländes für den Quadratmeter bis zu Mark erzielte, hat ihr die Frankfurter Wiedergutmachung rund 14 Millionen Mark eingetragen.

Aber es vergeht kaum ein Tag, an dem Edmond keine neuen Gründungs- oder Beteiligungsprojekte studiert. Das Londoner Bankhaus hielt lange einen Dornröschenschlaf", sagt Guy de Rothschild, "deshalb kann ihm die Zusammenarbeit nur guttun.

Das internationale Renommee hatte der Enkel des Firmengründers, Nathaniel "Natty" , der zum Peer des Vereinigten Königreiches ernannt worden war, mit ins Grab genommen. Sein Sohn Lionel Walter bis , der zweite Lord Rothschild, interessierte sich mehr für Wasserflöhe als für das Bankgeschäft und beschäftigte sich vorwiegend mit seinem Privatzoo und den 2,5 Millionen Schmetterlingen, die er als Mumien in seine Sammlung aufnahm.

Dieselbe Sammel- und Forscherleidenschaft bewog auch das heutige Familienoberhaupt, Nathaniel Mayer Victor, 51, den dritten Lord der Familie, auf die Bank-Geschäftsführung zu verzichten. Er qualifizierte sich als Fachwissenschaftler, indem er das Liebesleben der Flöhe und allgemeine Fruchtbarkeitsprobleme studierte. Zwei bewährte Finanzexperten und "einer der bedeutendsten englischen Fachleute für Steuer und Steuerumgehung" - schrieb der "Observer" - halfen ihnen bei diesem Wendemanöver und wurden dafür mit Bankanteilen belohnt.

Er ist einer der Hauptförderer des Plans, die Britischen Inseln durch einen zweigleisigen Eisenbahntunnel an das Festland zu knoten. Diese Landverbindung ist seit Beginn der Diskussionen um Englands EWG-Beitritt hochaktuell, denn der geplante zweigleisige Eisenbahntunnel würde die Transportkosten britischer Ausfuhrgüter erheblich reduzieren und dadurch Englands Chancen auf dem kontinentaleuropäischen Markt verbessern.

Es wurde auch schon ein Bankenkonsortium für die Finanzierung gebildet, dessen Leitung ich übernommen habe. Die Baukosten des Tunnels wurden auf 1,5 Milliarden Mark veranschlagt.

Des Hauses Aufstieg, Blütezeit und Erbe. In einer Sternstunde der Menschheit Reichster Franzose Edmond de Rothschild: Londoner Rothschilds Edmund r. Tunnel unter dem Kanal? Gelesen Verschickt Gesehen 1. Mode bei den Golden Globes: Oben hui, unten auch. Ermittler nehmen Tatverdächtigen fest.

Real Madrid in der Krise: Wie das erfolgreichste Team der Welt verlernte, erfolgreich zu sein. Brief an den US-Präsidenten: Piloten warnen Trump vor Folgen des Shutdowns. Kurioses Eigentor beim Asien-Cup: Australiens Behörden sperren Strände. Dieb flüchtet vor Polizei in Mülltonne. Raumschiffjagd auf dem Rücksitz. Nemzow schuf eine zehnköpfige Regierungskommission, die unter seiner Leitung den Konzern kontrollieren sollte.

Nemzow war zu dieser Zeit in der Öffentlichkeit sehr populär und schien der wichtigste Kandidat für die Wahl zum russischen Präsidenten März zu sein. April einen Ukas , nach dem für russische Staatsbedienstete keine ausländischen, sondern nur noch heimische Wagen des Automobilherstellers GAS Automarke Wolga aus Nischni Nowgorod gekauft werden dürfen.

In Nemzows Beisein wurden ausländische Autos aus russischem Staatsbesitz öffentlichkeitswirksam versteigert. April ernannte Jelzin Nemzow zusätzlich zum Treibstoff- und Energieminister. Im Streit mit dem Parlament im November des gleichen Jahres verfügte Jelzin, dass ein Erster Vizeministerpräsident nicht gleichzeitig einen Ministerposten innehaben darf. Nach einer Regierungsumbildung wurde Nemzow von Sergei Kirijenko als Energieminister abgelöst, behielt aber das Amt des Ersten stellvertretenden Regierungschefs.

Bereits im April ernannte Jelzin Kirijenko zum neuen Ministerpräsidenten. Nemzow wurde erneut Vize-Ministerpräsident, jedoch mit erweiterten Befugnissen. Er war Leiter einer Regierungskommission, die von Jelzin eingesetzt, die Echtheit der Gebeine geprüft hatte, die in Jekaterinburg gefunden wurden.

Während der Russlandkrise Mitte erlitt seine politische Karriere einen Rückschlag. Die russische Börse erlebte einen Kurseinbruch , worauf eine ökonomische Krise des Landes folgte.

Nemzow war das einzige Mitglied des Kabinetts, das freiwillig seinen Rücktritt anbot, der von Jelzin am August angenommen wurde. Nemzow und auch Tschubais wurden auf Druck des Parlaments entlassen. Nemzow wurde im Februar einer der stellvertretenden Sprecher der Staatsduma. Im Juli organisierte Nemzow ein Treffen von 21 führenden russischen Oligarchen mit dem neuen Präsidenten Putin, bei dem Putin die Wirtschaftsvertreter vor einer Einmischung in die Politik warnte. Nachdem der russische Präsident Putin beim Untergang des U-Boots K Kursk Mitte eine zweitägige Informationssperre verhängt hatte, was internationale Hilfe verzögerte, und er nicht von seinem Urlaubsort Sotschi zum Unglücksort, sondern zu einer Konferenz auf die Krim gereist war, warf ihm die Presse Teilnahmslosigkeit und fehlendes Krisenmanagement vor.

Nemzow sagte in einer Presseerklärung seiner Partei: Zwischen und geriet Nemzow in eine politisch schwierige Position. Während er einerseits vehement gegen die Politik des Präsidenten Wladimir Putin opponierte, demokratische und bürgerliche Rechte in Russland zu beschneiden, musste er gegenüber dem mächtigen Mit-Vorsitzenden der Union der rechten Kräfte und Chef des staatlichen Stromlieferanten EES Rossii Anatoli Tschubais, der eine versöhnlichere Linie gegenüber der Regierung vertrat, Kompromissbereitschaft zeigen.

Das Profil der Partei erschien durch den Konflikt zunehmend verworren, was viele Wähler von der Partei entfremdete. Der bekannte Wirtschaftsoligarch Tschubais war aus der Jelzinära zudem als gesellschaftlich verhasster Privatisierer in Erinnerung geblieben. Wir wussten, dass es in der gelenkten Demokratie sehr hart ist, gegen die autoritären Tendenzen zu kämpfen. Bei den russischen Präsidentschaftswahlen stellte die Partei keinen Kandidaten, da gegen den Amtsinhaber Putin keine faire Chance bestanden habe und da eine Spaltung der Partei in Gegner Putins Nemzow und Anhänger Tschubais verhindert werden sollte.

Nemzow unterstützte die Kandidatur und rief seine Parteifreunde auf, Chakamada zu wählen. Laut Kasparow sollte das Komitee nicht als Partei in Erscheinung treten. Bei den russischen Präsidentschaftswahlen nominierte die Union der rechten Kräfte Boris Nemzow als Präsidentschaftskandidaten.

Dezember zog Nemzow jedoch seine Kandidatur zurück. Anfang Januar gab Nemzow dann überraschend seinen Austritt aus der Union der rechten Kräfte bekannt. Gründe für diesen Schritt gab er nicht an. Bei den vorgezogenen Neuwahlen um das Bürgermeisteramt seiner Geburtsstadt Sotschi am Die Schweiz verzeichnete am Jahrhunderts war der Ausländeranteil an der schweizerischen Gesamtbevölkerung höher als in andern europäischen Ländern.

Gründe dafür sind u. Zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund zählen Personen, die in die Schweiz als Migranten eingewandert sind und deren Eltern im Ausland geboren wurden. Weiter zählen deren unmittelbare direkte Nachkommen, die in der Schweiz geboren wurden und Ausländer oder eingebürgert sind, dazu. Eine Person mit Migrationshintergrund kann sowohl die Schweizer wie auch eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen. Keine Personen mit Migrationshintergrund sind folglich die Ausländer der dritten Generation und gebürtige Schweizer, auch wenn ein Elternteil Ausländer ist, solange mindestens ein Elternteil in der Schweiz geboren wurde.

Die Schweiz geht den völkerrechtlichen Verpflichtungen gemäss Genfer Flüchtlingskonvention nach. Rechtsgrundlage ist das Asylgesetz AsylG. Asylbewerber und Flüchtlinge erhalten, wie alle anderen Ausländer, einen Ausländerausweis: Deren Zahl ist naturgemäss unbekannt. Schätzungen variieren zwischen 80' und ' Personen, das Bundesamt für Statistik BFS beziffert die Anzahl in einer Studie von auf rund 76' Sie putzen in privaten Haushalten, betreuen Kinder und Betagte, arbeiten auf Baustellen oder in der Landwirtschaft.

Für junge Männer war der Eintritt als Söldner in fremde Kriegsdienste bis in das erste Drittel des Jahrhunderts die häufigste Form der Auswanderung.

Jahrhundert standen die sogenannten Reisläufer im Dienst des Kaisers, der französischen Könige und von italienischen Städten wie z. Zu Beginn des Die Landwirtschaftskrisen der er-, er- und er-Jahren, sowie Umstrukturierungsproblemen während der Industrialisierung führten zu Massenauswanderungen in noch nie gekannten Dimensionen nach Übersee, besonders nach Nordamerika und Südamerika. Am Ende des Zwischen und wanderten rund 50' Personen nach Übersee aus, in den er- und er-Jahren je 35' und zwischen und über 90' Bis stabilisierte sich die Zahl der Auswanderer pro Jahrzehnt zwischen 40' und 50' Auf seinem Land brach der kalifornische Goldrausch aus.

Gemäss empirischen Daten war die Wanderungsbilanz für das Gebiet der heutigen Schweiz von der zweiten Hälfte des Jahrhunderts bis zum Ende des Seit dem grossen Wirtschaftswachstum in den er-Jahren wurden Gastarbeiter gezielt angeworben, später erreichten die Schweiz immer wieder Flüchtlingsströme, etwa aus dem ehemaligen Jugoslawien während der Jugoslawienkriege.

Aus der Türkei kamen viele Gastarbeiter nach Westeuropa und damit auch in die Schweiz. Nachdem im Jahr Menschen davon Deutsche aus Deutschland in die Schweiz zogen, waren es 14' 11' im Jahr und 35' 29' im Jahr Danach ermässigten sich die Zuzüge aus Deutschland bis auf 25' 19' Deutsche im Jahr Die Bundesverfassung legt die Sprachgebiete der Schweiz nicht fest.

Dabei müssen sie jedoch sprachliche Minderheiten und die herkömmliche Zusammensetzung der Sprachgebiete beachten. Wer aus einem anderssprachigen Landesteil zuzieht, hat kein Recht darauf, in seiner angestammten Sprache mit den neuen Kantons- und Gemeindebehörden zu verkehren Territorialitätsprinzip. Unter den mehrsprachigen Kantonen haben nur Bern und Wallis die Sprachgebiete räumlich festgelegt; der mehrsprachige Kanton Freiburg weist die Regelung der Amtssprache den Gemeinden zu.

Im Kanton Graubünden gelten gemäss Art. Faktisch kann das bedeuten, dass Romanisch dort zwar die Verwaltungs- und Schulsprache, jedoch Schweizerdeutsch die Verkehrssprache ist. Der Kanton Tessin definiert sich als ganz zum italienischen Sprachgebiet und der Kanton Jura als ganz zum französischen Sprachgebiet zugehörig, obwohl je eine Gemeinde Jura: Dies ist die Bezeichnung für die in der Schweiz gebräuchliche deutsche Schriftsprache.

Es ist die schweizerische Varietät des Standarddeutschen Hochdeutsch und unterscheidet sich von diesem in Wortschatz , Wortbildung , Morphologie , Syntax , Orthographie z. Diese Besonderheiten werden Helvetismen genannt. Das Rätoromanisch ist seit dem Jahrhundert stark gefährdet und wird trotz Fördermassnahmen zunehmend vom Deutschen verdrängt. Seit haben 51 Gemeinden in Graubünden vom romanischen ins deutsche Sprachgebiet gewechselt. Seit gilt das Rätoromanisch auch als Amtssprache.

Die Zahl der Fahrenden, unter denen die Jenischen neben einer geringeren Anzahl von Sinti und Roma die weit überwiegende Mehrheit bilden, wird bei Volkszählungen nicht erhoben, aber in offiziellen Schätzungen auf 20' bis 35' angesetzt. Jenische leben in der ganzen Schweiz verstreut und sprechen neben ihrer internen Gruppensprache Jenisch meist eine der Landessprachen. Jiddisch Westjiddisch besitzt in der Schweiz eine alte Tradition in den Surbtaler Dörfern Endingen und Lengnau aufgrund der dortigen, heute nur noch marginal existierenden jüdischen Gemeinden.

Eine jüngere Tradition hat Jiddisch Ostjiddisch in der Stadt Zürich, wo es teilweise in ultraorthodoxen Kreisen gesprochen wird. Als Fremdsprachen lernen die Schweizer eine zweite Landessprache und Englisch. Es gibt Diskussionen darüber, ob Englisch gleichzeitig mit oder sogar vor der zweiten Landessprache unterrichtet werden soll.

Aufgrund von Protesten aus der jeweils anderen Sprachregion und Grundsatzüberlegungen zum Zusammenhalt der Schweiz hat sich ein rein englischer Fremdsprachenunterricht bisher nirgendwo durchsetzen können.

Die Religionsfreiheit in der Schweiz ist als verfassungsmässiges Grundrecht verankert. Es ist den Kantonen überlassen, ob sie ausgewählten Religionsgemeinschaften einen besonderen Status als öffentlich-rechtliche Körperschaft [] und damit als Landeskirche verleihen wollen. In den meisten Kantonen haben die römisch-katholische Kirche und die evangelisch-reformierte Kirche , in vielen Kantonen zusätzlich die christkatholische Kirche und in einigen die jüdischen Gemeinden diesen Status inne.

Die christkatholische Kirche ist nur in Teilen der Nordwestschweiz von Bedeutung. Konfessionell gemischt waren hingegen die Kantone Glarus, Aargau, St. Gallen, Graubünden und Genf. Jahrhunderts; die konfessionell gemischten Kantone wiesen entweder junge Kantonsgrenzen auf Aargau, St. Gallen, Genf oder aber kannten eine althergebrachte gemeindeweise Festlegung Glarus, Graubünden. Parität , das heisst gleichzeitiges Vorhandensein beider Konfessionen am selben Ort, war die Ausnahme; sie galt etwa im Toggenburg, in Teilen der vormaligen Untertanengebiete der Eidgenossenschaft Thurgau, Echallens und in einigen Gemeinden Graubündens und von Glarus.

Eine Volksabstimmung in Vorarlberg zu Verhandlungen mit der Schweiz über einen Beitritt zur Schweizerischen Eidgenossenschaft ergab zwar eine Zustimmung von gut 80 Prozent, weitere Verhandlungen scheiterten an den Reformierten in der Schweiz, die durch einen zusätzlichen Kanton mit Katholiken ihre damalige Mehrheit verloren hätten.

Niklaus von Flüe gilt als Schutzpatron der Schweiz. Das Gebiet der heutigen Schweiz ist seit der Altsteinzeit Paläolithikum [] besiedelt. Mit dem Beginn der Eisenzeit [] setzte die keltische [] Besiedlung des Mittellands ein.

Die Kelten pflegten Handelsbeziehungen bis in den griechischen Kulturraum. In der Spätantike wurde die Schweiz, ausgehend von den städtischen Zentren, christianisiert. Nach dem Untergang des Römischen Reiches besiedelten die germanischen Stämme der Burgunder und Alamannen [] von Norden her kommend das Mittelland und vermischten sich mit der romanisierten Bevölkerung. In den zur Römerzeit stärker besiedelten Gebieten der Westschweiz sowie in den Alpentälern hielten sich romanische Sprachen später Französisch, Rätoromanisch und Italienisch und das Christentum, während sich in der Nordschweiz germanische Idiome verbreiteten.

Ihr Gebiet gehörte dabei grösstenteils zum Stammesherzogtum Schwaben [] und zum Königreich Burgund []. Jahrhundert wurden auch die Alamannen ausgehend von wichtigen klösterlichen Zentren wie St. Gallen und Reichenau christianisiert. In der frühen Geschichte des römisch-deutschen Reichs spielten Adelsgeschlechter aus der Schweiz wie die Habsburger , Kyburger , Lenzburger und Rudolfinger eine wichtige Rolle.

Ausserdem waren die Alpenpässe für die deutsche Herrschaft über Italien von grösster Wichtigkeit. So lässt sich erklären, weshalb die deutschen Herrscher immer ein ganz besonderes Augenmerk auf die Talschaften in den Alpen legten und sich bemühten, diese direkt zu beherrschen. Ab Ende des Jahrhundert erfolgte eine Wanderbewegung von Bewohnern des Oberwallis in weitere Alpengebiete in der Schweiz, nach Nordwestitalien , Liechtenstein und Westösterreich , vereinzelt auch nach Savoyen und Bayern.

Die Aussiedler wurden später als Walser bezeichnet. Eine diesbezügliche Urkunde, der sogenannte Bundesbrief , ist datiert auf Anfang August Der Legende nach geschah die Beschwörung dieses Bundes auf dem Rütli. Jahrhundert wurde der 1. August als Schweizer Nationalfeiertag festgelegt. Das schlechte Verhältnis zwischen den Eidgenossen und dem Herrscherhaus der Habsburger rührt von der deutschen Königswahl vom November her, als der Wittelsbacher Ludwig der Bayer und der Habsburger Friedrich der Schöne gleichzeitig zum deutschen König gewählt wurden.

Die Eidgenossen hielten zu Ludwig dem Bayer. Jahrhundert dem Bund der Waldstätte an. Das resultierende Gebilde wird als die Acht Alten Orte bezeichnet. Erst als die Städte Zürich, Bern und Luzern durch ihren Betritt die Eidgenossenschaft zum Instrument ihrer Kooperation machten, erlangte der eidgenössische Bund eine stabile politische Bedeutung, welche auch durch die europäischen höfischen Zentren in Wien, Paris und Mailand geduldet wurde.

Die Schlacht am Morgarten ist heute unter Historikern umstritten. Zürich war schliesslich zur Rückkehr in die Eidgenossenschaft gezwungen. Bern und Freiburg expandierten in dieser Zeit ins vormals savoyisch und burgundisch kontrollierte Waadtland , das sie bis ganz eroberten. Der militärische Sieg über die Burgunder bestärkte die Eidgenossenschaft in ihrem Willen nach Selbständigkeit.

Gallen oder die Grafschaft Neuenburg. Als Gemeine Herrschaften wurden bis Gebiete bezeichnet, die von mehreren der Dreizehn Alten Orte gemeinsam erobert und als Vogteien auch gemeinsam verwaltet wurden.

Gebiete in den heutigen Kantonen Thurgau und Tessin. Ausserdem besassen die meisten Orte politisch unselbständige Untertanengebiete. Die Siege in den Burgunderkriegen und im Schwabenkrieg und ihre moderne Infanterietaktik begründeten den Ruf der eidgenössischen Kämpfer und gaben dem Söldnerwesen enormen Auftrieb.

Jahrhundert blieb dieses in den ländlichen Regionen der Innerschweiz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Dadurch wurde die Eidgenossenschaft in die komplizierten italienischen Kriege zwischen Habsburg, Frankreich , Venedig , dem Papst , Spanien und den verschiedenen italienischen Potentaten verwickelt.

Bis gelang den Eidgenossen die Eroberung des heutigen Tessins und schliesslich sogar von Mailand , über das sie die Schutzherrschaft ausübten. Nach der Niederlage gegen Frankreich in der Schlacht bei Marignano endete die militärische Dominanz über Oberitalien. Der politische Mythos der Unbesiegbarkeit der Schweizer war widerlegt und es offenbarte sich die politische Zerstrittenheit der Orte untereinander.

Die Dreizehn Orte schlossen den Ewigen Frieden und ein Soldbündnis mit dem Königreich Frankreich ab und erhielten dafür Pensionen, Zoll- und Handelsvergünstigungen und politischen Beistand bei inneren und äusseren Konflikten.

Ausserdem wurde ein Grossteil der Ennetbergischen Gebiete endgültig den Eidgenossen zugesprochen. Trotzdem kam es noch zweimal in den Villmergerkriegen von und zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Konfessionsgruppen unter den Orten. Die Zwinglianer und Calvinisten vereinigten sich im Helvetischen Bekenntnis und begründeten damit die reformierte Kirche , die sich über England, Schottland und die Niederlande weltweit verbreitete.

Oktober erreichten die Schweizer Kantone im Westfälischen Frieden die Anerkennung ihrer Ausgliederung aus dem Heiligen Römischen Reich und wurden somit unabhängig. Die Auslegung des betreffenden Art. Im Inneren verhinderte die religiöse Spaltung eine Reform des anachronistischen eidgenössischen Bündnisgeflechts. Besonders die städtischen Kantone konsolidierten im Jahrhundert ihre Herrschaft im Inneren im absolutistischen Sinn und entwickelten sich wirtschaftlich teilweise so stark, dass von einer Proto-Industrialisierung gesprochen werden kann.

Trotzdem blieb die Eidgenossenschaft als Ganzes hinter den Entwicklungen zurück und wurde in der zeitgenössischen Literatur als rückständig, ungeordnet und überkommen wahrgenommen. Die Helvetische Republik war das erste moderne Staatswesen auf Schweizer Gebiet und im Gegensatz zur Tradition als Einheitsstaat stark zentralistisch organisiert.

Die bisherigen Unterschiede zwischen Untertanenlande und herrschenden Städten und Orten wurden aufgehoben. Rechtsgleichheit, Schaffung eines einheitlichen Wirtschafts- und Währungsraumes, Glaubens- und Gewissensfreiheit waren nur einige der fortschrittlichen Neuerungen, die damit Eingang in die Schweiz fanden. Als französischer Satellitenstaat wurde die Helvetische Republik jedoch in die Kriegsereignisse der Koalitionskriege hineingezogen und mehrfach Kriegsschauplatz.

Nach mehreren Staatsstreichen und der Niederschlagung eines bewaffneten Aufstands verordnete Napoleon Bonaparte in der Mediationsakte der Schweiz wieder eine föderalistische Verfassung mit autonomen Kantonen.

Im Zweiten Pariser Frieden vom Streitigkeiten zwischen den liberal-progressiven und den konservativ-katholischen Kantonen Luzern, Schwyz, Uri, Zug, Ob- und Nidwalden, Freiburg und Wallis führten zum Sonderbundskrieg. November bis zum November , als sich das Wallis als letzter der konservativ-katholischen Kantone dem Gegner ergab. Nach offiziellen Angaben hatte der Sonderbundskrieg Menschen das Leben gekostet und rund Verletzte gefordert.

Er war die bislang letzte militärische Auseinandersetzung auf Schweizer Boden. Nach der Niederlage der konservativ-katholischen Kantone im Sonderbundskrieg wurde die Schweiz in den modernen Bundesstaat [] umgewandelt und die Autonomie der Kantone durch die Bundesverfassung von eingeschränkt. Bern wurde zum Sitz der Bundesbehörden und des Parlaments. Die Bundesverfassung wurde seither zweimal, und , total revidiert.

In den ersten 25 Jahren seines Bestehens musste der noch junge Bundesstaat wegen kriegerischer Bedrohungen viermal einen General wählen. Dem erfahrenen und im Sonderbundskrieg umsichtig agierenden General Guillaume Henri Dufour [] wurde in den Jahren Büsinger-Handel [] [] , Neuenburgerhandel und Savoyerhandel von der Bundesversammlung erneut der Oberbefehl über das Schweizer Bundesheer übertragen.

Während der zweiten Hälfte des Wie kein anderer nahm der Politiker, Wirtschaftsführer und Eisenbahnunternehmer Alfred Escher Einfluss auf die politische und wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz in jener Zeit.

Nebst seinen politischen Ämtern war er massgeblich beteiligt bei den Gründungen der Schweizerischen Nordostbahn , dem Eidgenössischen Polytechnikum , der Schweizerischen Kreditanstalt , der Schweizerischen Lebensversicherungs- und Rentenanstalt , der Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft sowie der Gotthardbahn. Immer deutlicher zeigten sich die Schattenseiten der Industrialisierung, z. Auf religiösem und kulturellem Gebiet fand die Konfrontation zwischen dem Liberalismus und dem Konservativismus ihre Fortsetzung im Kulturkampf.

Er war der erste Katholik in der Landesregierung. Zuvor war das Gremium seit Gründung des Bundesstaates ausschliesslich mit Vertretern der Liberalen besetzt gewesen. Im Landesstreik von kam es zur bisher schärfsten Konfrontation zwischen Arbeiterschaft und Bürgertum in der Schweiz. Die Arbeiterbewegung konnte sich politisch auf nationaler Ebene erst nach der Einführung des Proporzwahlverfahrens etablieren. Unter General Ulrich Wille erfolgte die Grenzbesetzung. Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein unterzeichneten den heute noch gültigen Zollvertrag.

Das Friedensabkommen in der Metall- und Uhrenindustrie zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen läutete das Zeitalter des Arbeitsfriedens und der Gesamtarbeitsverträge ein. Seitdem sind Streiks in der Schweiz äusserst selten. Als Reaktion trat der jüdische Nationalrat David Farbstein zurück. August drohte die Schweiz an, das deutsch-schweizerische Sichtvermerksabkommen aufzukündigen, mit dem ein visafreier Grenzübertritt vereinbart worden war und das nach dem Anschluss Österreichs ohne formellen Vertrag auch dort Anwendung fand.

September bereit, die Reisepässe von Juden besonders zu kennzeichnen. Viele Flüchtlinge wurden an den Grenzen zurückgeschickt, manche wurden sogar festgenommen und an deutsche Behörden ausgeliefert. Sie durften sich in keiner Weise politisch äussern.

In den Konzentrationslagern der Nazis litten zwischen und auch rund Schweizer Bürger, mindestens davon starben. Keine gewalttätige Auseinandersetzung hat in den letzten Jahren mehr Schweizer Todesopfer gefordert. In den späten er-Jahren entfachte ein Streit über die Entschädigung verlorener jüdischer Vermögen bei Schweizer Banken in der Zeit von bis []. Nach längerer innenpolitischer Auseinandersetzung, die sich hauptsächlich um die Frage der Neutralität drehte, trat die Schweiz dem Europarat bei und ratifizierte die Europäische Menschenrechtskonvention.

Die Jurafrage beschäftigte die Schweiz während Jahrzehnten. Als erste Frau wurde Elisabeth Kopp in den Bundesrat gewählt. Die Armee konnte in der Schweiz bis in die er-Jahre eine starke gesellschaftliche Stellung behaupten, da durch ihren Aufbau als Milizarmee eine starke Verflechtung von zivilen und militärischen Führungskadern gegeben war.

Bereits in den er-Jahren und verstärkt anlässlich der GSoA -Armeeabschaffungsinitiative kam es aber auch zu Spannungen zwischen Traditionalisten und Kritikern um die Rolle der Armee in der Gesellschaft. Nach dem Jahr stimmte das Schweizervolk mehreren bilateralen Verträgen mit der Europäischen Union zu. Die Schweiz trat nach einer positiv ausgegangenen Volksabstimmung am Die Schwyzer hatten zudem eine grosse Bedeutung für das europäische Söldnergeschäft.

Die deutschen Chronisten bezeichneten nun alle Eidgenossen so. In der Bundesverfassung von wurde der Landesname offiziell mit Schweizerische Eidgenossenschaft festgelegt. Die Nationalmythen der Schweiz sind eine Reihe von politischen Mythen und Legenden , die das schweizerische Nationalbewusstsein prägten und durch ihre Identifikationsfunktion entscheidend zum nationalen Zusammenhalt, insbesondere nach der Gründung des Bundesstaates , beitrugen.

Zu den Nationalmythen zählen u. Es liegt ein Direktorialsystem vor. Diese Voraussetzungen haben sich in einem in seiner Gesamtheit einzigartigen politischen System niedergeschlagen, in dem der Föderalismus, erweiterte politische Volksrechte bzw.

Elemente der direkten Demokratie , die aussenpolitische Neutralität und innenpolitischer Konsens im Vordergrund stehen. Die Schweiz ist ein republikanisch verfasster Bundesstaat. Sie unterscheidet sich von anderen Republiken durch. Wie in Demokratien üblich, ist die Staatsgewalt, gestützt auf die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft , in drei Säulen gegliedert:.

Die Reihenfolge der einzelnen Bundesräte ergibt sich wie folgt: Der Bundespräsident oder die Bundespräsidentin steht zuoberst der Rangliste, gefolgt vom Vizepräsidenten oder der Vizepräsidentin. Danach folgen die Bundesräte in der Reihenfolge des Amtsalters zur Wiederwahl gemäss Anciennitätsprinzip. Im Rahmen der Bundesratswahl hat die Vereinigte Bundesversammlung am 9.

Dezember die sieben Bundesräte und den Bundeskanzler zuletzt gewählt. Durch die seit [13] in der Verfassung verankerten Schuldenbremse soll der Bund verpflichtet werden, Einnahmen und Ausgaben über den Konjunkturzyklus hinweg im Gleichgewicht zu halten.

Die Schweiz hat viele nationale, regionale und lokale politische Parteien. Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen vor der Totalrevision der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft von Die unten stehende Tabelle führt die 26 Kantone mit ihren Eckdaten auf.

Dabei sind die Kantone in der Reihenfolge, wie sie in der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft aufgeführt werden, sortiert. Die Einwohnerzahlen datieren auf den Dezember , die Ausländeranteile auf den Dezember und die Arbeitslosenquoten auf den Die administrative Ebene zwischen Kanton und Gemeinde wird — soweit überhaupt vorkommend — in den meisten Kantonen als Bezirk bezeichnet, in manchen Kantonen als Verwaltungsregion, Verwaltungskreis, Wahlkreis, Amtei, Amt, im französischsprachigen Landesteil district, im italienischen Landesteil distretto, im rätoromanischen Landesteil districts.

Aufgrund des Föderalismus in der Schweiz liegt die Verantwortung für viele staatliche Aufgaben ganz oder teilweise bei den Kantonen, so im Schul-, Gesundheits-, Finanz-, Polizei- und Justizwesen sowie im Verwaltungsrecht. Um diese Aufgaben effizient und nach einheitlichen Grundsätzen zu bewältigen, haben die Kantone zahlreiche interkantonale Konkordate geschlossen. Alle Kantone gehören überdies einer von fünf Regionalkonferenzen an, die ihnen der gegenseitigen Information, der Koordination der Regierungstätigkeiten und der wirkungsvollen Interessenvertretung gegenüber dem Bund dienen.

Weiter arbeiten die Kantone im Rahmen der verschiedenen Direktorenkonferenzen z. Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren oder Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren zusammen. Das italienische Campione, bekannt für sein Spielcasino, liegt am Luganersee innerhalb des Kantons Tessin. Lange Zeit funktionale Enklave war das italienische Livigno. Seit der Errichtung einer Passstrasse ist Livigno auch von Italien aus zu erreichen.

Um das Leben in der dennoch abgeschiedenen Lage zu attraktivieren, ist die Gemeinde heute ein italienisches Zollausschlussgebiet , nachdem sie zuvor dem Schweizer Zollgebiet angehörte.

Die Gemeinde Samnaun war lange Zeit eine funktionale Exklave , da die einzige Zufahrtsstrasse bis über österreichisches Hoheitsgebiet führte. Heute ist die Gemeinde ein Schweizer Zollausschlussgebiet.

Die Schweiz versteht sich als aussenpolitisch neutral, d. Die Neutralität der Schweiz wurde am Wiener Kongress anerkannt. Sie ist dauernd und bewaffnet und auch heute noch international ausdrücklich anerkannt.

Die Schweiz ist Mitglied in vielen internationalen Organisationen. In der Forschung kooperiert die Schweiz mit einigen europäischen Organisationen. Die Schweiz ist Mitglied des Schengener Abkommens. Das Verhältnis zwischen der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein wird seit durch einen Zollvertrag amtlich: Einen offiziellen Währungsvertrag mit der Schweiz schloss Liechtenstein jedoch erst am Durch den Vertrag herrscht bis heute eine enge Partnerschaft zwischen den beiden Staaten.

Sie spielen neben den Schutzmachtmandaten eine zentrale Rolle in der schweizerischen Friedenspolitik. Die Wahrung fremder Interessen als Schutzmacht ist ein klassisches Element der Guten Dienste und historisch gesehen für die Schweiz von grosser Bedeutung. Die Anfänge der schweizerischen Schutzmachttradition reichen bis ins Den Grundstein ihrer Reputation als die bedeutendste und wichtigste Schutzmacht der Welt legte die Schweiz in der ersten Hälfte des Nach Beendigung der Kriegshandlungen ging die Zahl der Mandate rasch wieder zurück.

Die Schweiz ist vor Schweden und Österreich das bedeutendste Land für Schutzmachtmandate und verfügte zwischen und meist über mehr als 20 Mandate. Die Schweiz nimmt zurzeit Stand Februar sechs diplomatische Mandate wahr:. Die übrigen Mandate sind eher formeller Natur. Nachdem Kuba und die Vereinigten Staaten wieder direkte diplomatische Beziehungen aufnahmen, erlosch im Juli nach 54 Jahren das Schutzmachtmandat der Schweiz für die Vereinigten Staaten in Havanna.

Platz von Nationen. Sie besteht aus den Teilstreitkräften Heer und Luftwaffe. Die Besonderheit der Schweizer Streitkräfte ist ihr Milizsystem. Schweizer Bürgern ist es verboten, in einer fremden Armee zu dienen. Davon ausgenommen ist die Schweizergarde des Vatikans , da sie von der Schweiz lediglich als Sicherheitsdienst angesehen wird.

Im Rahmen des Milizsystems bewahren die Angehörigen der Armee ihre persönliche Ausrüstung inklusive persönlicher Waffe bis inklusive Taschenmunition zu Hause auf. Militärdienstpflichtig sind alle männlichen Schweizer Bürger. Frauen können sich freiwillig für den Militärdienst melden und für sie gelten seit dieselben körperlichen Anforderungen wie für Männer. Die Militärdienstuntauglichen leisten Dienst im Zivilschutz und zahlen überdies eine jährliche Militärpflichtersatzsteuer.

Dienstverweigerung aus anderen etwa politischen oder persönlichen Gründen führt zwingend zu einem militärgerichtlichen Verfahren. Davon sind ' in aktive Verbände und 80' in Reserveeinheiten eingeteilt. Als Reaktion auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs und um einen deutschen oder französischen Durchmarsch durch die Schweiz zu verhindern, wurde auf den 3. August die erneute GMob der Armee beschlossen. Die dritte GMob der Armee fand am 1.

September als Reaktion auf den deutschen Überfall auf Polen statt. Henri Guisan wurde zum General gewählt und entwickelte sich in den Kriegsjahren zur Hauptintegrationsfigur der von den Achsenmächten eingeschlossenen Eidgenossenschaft. Die heutige Schweiz wurde seit ihrer Gründung noch nie mit offenen Angriffen feindlicher Kräfte zu Lande konfrontiert. Im Zweiten Weltkrieg kam es jedoch häufig zu Luftraumverletzungen durch deutsche und alliierte Kampfflugzeuge. Beim folgenschwersten Angriff starben bei der Bombardierung von Schaffhausen am 1.

Da sich die militärische Bedrohungslage im heutigen Europa für die Schweiz geändert hat, wird die Armee immer wieder in Frage gestellt. Auch die Frage, ob friedenserhaltende Armeeeinsätze im Ausland mit der Neutralität vereinbar sind, ist umstritten. Der gegründete Zivilschutz [] untersteht dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport.

Ausserdem kümmert sich der Zivilschutz um den Schutz von Kulturgütern, unterstützt die Führungsorgane auf kommunaler und regionaler Ebene und setzt Infrastrukturen wieder instand. Der seit dem 1. Der Nachrichtendienst beschafft Informationen mit nachrichten- bzw. Die uniformierten und bewaffneten Grenzwächter sind Teil der Eidgenössischen Zollverwaltung , die dem Eidgenössischen Finanzdepartement unterstellt ist.

Die Angehörigen des Grenzwachtkorps sind an der Grenze sowie auf den Flughäfen von Zürich, Basel-Mülhausen, Genf und Lugano-Agno stationiert; kontrollieren den Personen- und Warenverkehr; bekämpfen den Schmuggel, die grenzüberschreitende Kriminalität, die Schleppertätigkeit und den Menschenhandel.

Die Polizeihoheit [] liegt in der Schweiz bei den Kantonen. Für die Durchsetzung der polizeilichen Gewalt hat jeder Kanton seine eigene Kantonspolizei.

Die jeweilige Kantonspolizei ist auch für die Sicherheit auf den auf ihrem Kantonsgebiet befindlichen Flughafen verantwortlich. Das Bundesamt für Polizei fedpol ist für die Koordination zwischen den Kantonspolizeien wie auch für die ausländischen Polizeistellen zuständig.

Die allgemeingültige Notrufnummer der Polizei lautet in der Schweiz Wer die Europäische Notrufnummer wählt, wird automatisch mit der Einsatzzentrale der zuständigen Kantonspolizei verbunden. In den meisten Kantonen besteht für erwachsene Männer und teilweise auch Frauen eine Feuerwehrpflicht. Eine Feuerwehr [] zu organisieren, ist in erster Linie Aufgabe der Gemeinden. Allerdings werden immer mehr Ortsfeuerwehren regional fusioniert. Die Feuerwehr in der Schweiz ist über die Notrufnummer erreichbar.

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega ist eine selbständige und gemeinnützige private Stiftung und in der Schweiz für die Luftrettung zuständig. Sie arbeitet eng mit den Blaulichtorganisationen Polizei, Feuerwehr und Sanität zusammen.

Die Rega ist in der Schweiz über die Notrufnummer erreichbar. Die Schweiz ist ein sehr gut ausgebauter Sozialstaat. Die wichtigsten Sozialversicherungen sind:. Für Erwerbstätige ist eine berufliche Vorsorge, die Pensionskasse , obligatorisch. Diese wird privatwirtschaftlich geregelt und ist Sache des Arbeitgebers. Freiwillig ist dagegen die private Vorsorge in Form von zum Beispiel Lebensversicherungen. Diese werden bis zu einer bestimmten Grenze steuerlich gefördert.

Daneben gibt es die Erwerbsersatzordnung , sodass Militärdienstpflichtige während der Ausübung militärischer Pflichten ein Taggeld bekommen. Obligatorisch ist auch die Arbeitslosenversicherung. Die Krankenkassen sind in der Schweiz ausschliesslich privatwirtschaftliche Unternehmen.

Sie sind gesetzlich verpflichtet, jeden in die Grundversicherung aufzunehmen, der einen entsprechenden Antrag stellt, sofern er im Tätigkeitsgebiet der Kasse seinen Wohnsitz hat.

Es handelt sich dabei um eine Kopfprämie, d. Einkommensschwachen Personen werden von staatlicher Seite individuelle Prämienverbilligungen gewährt. Die Finanzierung der staatlichen Krankenhäuser erfolgt einerseits durch Einnahmen aus Behandlungen, andererseits durch Zuschüsse der Kantone oder Gemeinden. Die Finanzierung der Privatkrankenhäuser erfolgt dagegen in der Regel nur aus den Behandlungstaxen, die deshalb markant höher sind als bei den staatlichen Krankenhäusern.

Die gesetzliche Grundversicherung deckt deswegen die Behandlung in Privatkliniken nicht. Ambulante Behandlungen dagegen werden von der Grundversicherung in der ganzen Schweiz und bei jedem zugelassenen Leistungserbringer gedeckt.

Zahnarztbehandlungen werden von den Krankenkassen nicht getragen, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Auch gegen Lohnausfall sind die meisten Angestellten versichert, Ausnahme sind Nichtberufsunfälle für geringfügig Angestellte, mit einem Arbeitspensum von unter 8 Stunden bei einem Arbeitnehmer.

Es gibt einerseits eine selbständige Unfallversicherung des öffentlichen Rechts Schweizerische Unfallversicherungsanstalt kurz SUVA , andererseits bieten auch die meisten privaten Versicherungskonzerne Unfallversicherungen nach UVG an. Wer nicht angestellt ist, muss sich selbst gegen Behandlungskosten bei Unfällen versichern. Das Schweizer Schulsystem [] ist ein komplexes Gebilde. Die Obhut des Schulwesens liegt nicht ausschliesslich beim Bund, sondern ist aufgrund des Föderalismus vorwiegend Sache der Kantone.

In der Schweiz betrug die mittlere Schulbesuchsdauer der über jährigen Bevölkerung insgesamt 13,4 Jahren und war damit die längste weltweit.

Der Bund und die Kantone teilen sich die Verantwortung für das Bildungswesen, wobei die Kantone weitgehende Autonomie haben.

Auf Bundesebene definiert ist die Garantie auf freie Schulbildung, der Beginn eines Schuljahres im August und die Sicherstellung der Qualitätsanforderungen.

In anderen Bereichen haben die Kantone die alleinige Kompetenz in der obligatorischen Schule. In den weiterführenden Schulen hat der Bund etwas grössere Kompetenzen. Die Kantone sind jedoch weiterhin für die Ausführung zuständig, und ihnen obliegt die Verantwortung. In der Tertiärstufe sind die Kompetenzen ebenfalls verteilt. Bei den Universitäten liegt die Obhut wiederum bei den Kantonen. Aufgrund dieser Tatsachen kann man entsprechend der Anzahl der Kantone von 26 verschiedenen Schulsystemen in der Schweiz sprechen.

Es gibt auch grosse Differenzen im Schulstoff. Die Lehrmittel Schulbücher werden von den Kantonen meistens in eigener Regie erstellt und vertrieben. Nach dem Ende des Obligatoriums sind jedoch alle auf einem ähnlichen Niveau.

Nach dem Schulobligatorium hat man die Wahl zwischen einer weiterführenden Schule, die zur Matura führt, oder dem Beginn einer Berufsausbildung, einer Lehre.

Die meisten Schweizer Schüler wählen den Weg einer Lehre. Die Schweiz ist Depositarstaat der Genfer Konventionen. Das zwischenstaatliche Abkommen ist eine essentielle Komponente des humanitären Völkerrechts. Seit ist die Todesstrafe auch auf Verfassungsebene verboten. In der Schweiz gibt es eine nationale Menschenrechtsinstitution und eine nationale Kommission zur Verhütung von Folter.

Die Kommission besucht Orte des Freiheitsentzugs. Das Strafrecht enthielt auch weiterhin keine nach internationalem Recht anerkannte Definition von Folter.

Amnesty International übte wiederholt Kritik an der Asylpolitik der Schweiz. Das Gesetz erlaubt die automatische Ausweisung ausländischer Staatsangehöriger, die als Sicherheitsbedrohung gelten, ohne dass die Betroffenen Rechtsmittel einlegen können. Im gleichen Jahr drückte der UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte seine Besorgnis darüber aus, dass angesichts unzureichender Einrichtungen für die Aufnahme von Asylsuchenden Menschen für unbestimmte Zeit in unterirdischen Zivilschutzanlagen untergebracht werden.

Die Schweiz hat mit etwa Metern pro Quadratkilometer das dichteste Eisenbahnnetz der Welt ausgenommen Kleinststaaten wie Vatikanstaat oder Monaco , obwohl zwei Drittel des Landes in sehr gebirgigem Gelände liegen und keinerlei Beitrag zu diesem Rekord leisten. Sie allein befördern jährlich über Millionen Passagiere. Daneben gibt es in der Schweiz weitere 47 Privateisenbahngesellschaften. Als Privatbahnen werden in der Schweiz jene Eisenbahnunternehmen bezeichnet, die privatrechtlich organisiert sind, also in der Regel als Aktiengesellschaften nach Obligationenrecht.