Industrielle Revolution

 


Das individuelle Profitstreben jedes einzelnen am Wirtschaftsleben Beteiligten sorgte demnach wie von unsichtbarer Hand gesteuert dafür, den allgemeinen Wohlstand bestmöglich zu fördern:. Erst in den er Jahren konnte aber durch das neue Walzverfahren aus Puddeleisen eine Bruchfestigkeit der Schienen erreicht werden, die dem Eigengewicht der Lokomotiven auf Dauer standhielt.

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Für ihn war die industrielle Revolution eine Epochenzäsur: Während der Begriff hier auf die von England ausgehende industrielle Entwicklung begrenzt wurde, hatte Schulz ihn auch bereits auf frühere Epochen angewandt. Darin folgte ihm vor allem die angelsächsische Tradition, z. Dieser verwandte den Begriff zur Kennzeichnung jedes schnellen technologischen und sozialen Wandels.

Allgemeine Verbreitung fand der Begriff durch Arnold Toynbee — , dem man deshalb lange auch die Prägung des Begriffs zugeschrieben hat. Unter Historikern üblich ist die Verwendung des Begriffs industrielle Revolution für das Geschehen auf der britischen Hauptinsel etwa zwischen und , während ansonsten von Industrialisierung gesprochen wird, sofern in einer Volkswirtschaft ein über mehrere Jahrzehnte stetig anhaltendes Pro-Kopf-Wachstum der realen Erzeugung von mehr als 1,5 Prozent vorliegt.

Es hat sich als eher zweifelhaft erwiesen, spezifische einzelne Ursachen der Industriellen Revolution bestimmen zu wollen. Nicht wenige davon haben auch andernorts bestanden, etwa in den Niederlanden, in Nordfrankreich oder in Zentraljapan, sodass auch umgekehrt gefragt worden ist, warum es nicht in einer dieser Regionen zu einer derartigen Umwälzung kam.

Für das Vereinigte Königreich lässt sich ein Bedingungsgefüge aufzeigen, innerhalb dessen einzelne Faktoren spezifisch bedeutsam waren. Von eigener Bedeutung für den kontinuierlichen industriellen Aufschwung war zum einen die auf relativ breite Kreise sich stützende Binnennachfrage für den gehobenen Bedarf, war zudem der bereits fortgeschrittene Überseehandel insbesondere mit Nordamerika und im Weiteren die Ausbildung einer Technikkultur, basierend auf einem durch das britische Patentrecht flankierten Innovationsstrom.

Bereits am Vorabend der Industriellen Revolution lag der Lebensstandard in Westeuropa verbreitet deutlich über dem Subsistenzniveau und war im Vergleich zu anderen Weltregionen beachtlich.

Damit eröffnete sich auf lange Sicht ein Ausweg aus der malthusianischen Armutsfalle. Vor dem Hintergrund einer steigenden Nahrungsmittelnachfrage infolge Bevölkerungswachstums verstärkten sich im Jahrhundert die Bestrebungen einflussreicher Grundbesitzer im englischen Parlament, die zur allgemeinen Nutzung zur Verfügung stehende Allmende durch entsprechende gesetzliche Regelungen Private Acts of Parliament den jeweils eigenen Besitzungen gegen eine Ausgleichszahlung zuzuschlagen.

Bedeutenden Anteil an der landwirtschaftlichen Produktivitätssteigerung hatte zudem das Ersetzen menschlicher Arbeitskraft durch die von Pferden. Zwischen und verdoppelte sich in England der Pferdebestand.

Die Kleinbauern aber kostete die Privatisierung des Gemeindelandes sowohl die Weiden als Futtergrundlage für ihr Vieh als auch die ihnen zugänglichen Wälder, aus denen sie sich vordem Brennholz und Rohmaterial für ihre Arbeitsgeräte beschaffen konnten. Ein erheblicher Anteil der landwirtschaftlich Beschäftigten konnte in dieser Lage den eigenen Lebensunterhalt im Agrarbereich nicht mehr erwirtschaften und strömte auf der Suche nach existenzsichernder Beschäftigung in die Städte Landflucht.

Diese Menschen gehörten mit zum Reservoir einer industriellen Lohnarbeiterschaft , die für die Fabrikarbeit gebraucht wurde. Nicht als nationale, sondern als regionale Erscheinung kam die industrielle Revolution in Gang. Nur wenige, eng umgrenzte Regionen standen am Anfang der Entwicklung.

Auch dort war es wiederum nur der südliche Teil, der mit seiner seit dem Jahrhundert entwickelten Textilindustrie mit Baumwolle am Ende des Jahrhunderts zur industriellen Produktionsweise überging, während das auf Leinenproduktion spezialisierte westliche Lancashire und der nordöstliche Teil der Grafschaft mit seinem Wolltuchgewerbe dahinter zurückblieben. Jahrhunderts entfiel annähernd die Hälfte der britischen Exporte auf Baumwollprodukte, während Rohbaumwolle ein Fünftel der Importe ausmachte: Die seit Mitte des Jahrhunderts zunehmende Anzahl von mechanischen Erfindungen und die neuartige Nutzung nicht-menschlicher Energie kam insbesondere in dem als Schlüsselindustrie fungierenden Textilgewerbe produktiv zur Geltung.

Landes fasst den technischen Kerngehalt der Industriellen Revolution in drei Prozessen zusammen: Nach Werner Heisenberg [25] basierte die Technik des späten Jahrhunderts auf der Verwendung mechanischer Prozesse. Technische Erfindungen wie die Spinning Jenny und der mechanische Webstuhl erlaubten die maschinelle Textilverarbeitung und schufen die Grundlage für das entstehende Fabriksystem , eine auf innerbetrieblicher Arbeitsteilung und Maschinennutzung beruhende neue Produktionsform Industriekapitalismus.

Erste Beispiele für die durch Maschinen ermöglichte Produktionssteigerung waren Spinnmaschine und mechanischer Webstuhl , für Marx die bedeutendste Erfindung der Industriellen Revolution. Oft imitierten die Maschinen nur die Aktivitäten der menschlichen Hand. Diese Art von Technik konnte als eine Fortsetzung und Erweiterung der alten Handwerke wie beispielsweise Weben, Spinnen, Lastentransport oder Eisenschmieden betrachtet werden.

Als wichtigste Maschine der Industriellen Revolution und zugleich ihr Symbol wird gemeinhin die Dampfmaschine angesehen.

Sie ersetzte mit der Zeit weitgehend die wesentlich unbeständigeren bzw. Ebenfalls sehr wichtig war die allmählich aus früheren Schienenwegen entwickelte und mit Dampflokomotiven als Zugmaschine versehene Eisenbahn , die eine enorme Effizienzsteigerung im Transportwesen ermöglichte. Die allmähliche Verbreitung der Dampfmaschine sowie die bessere Verfügbarkeit von Rohstoffen infolge der Transportrevolutionen führte zu einer rasanten Ausweitung der Industrieproduktion.

Als Folge mechanisierter Produktion stieg die Nachfrage nach Brennstoffen weiter an, wodurch der Kohleabbau lukrativer und durch technische und organisatorische Verbesserungen immer produktiver wurde. Eine weitere wichtige technische Errungenschaft war die Implementierung des Kokshochofens zur Eisenverhüttung , wodurch allmählich der Übergang vom traditionell mit Holzkohle erschmolzenem Roheisen auf Koksroheisen gelang. Pionier war hierbei Abraham Darby , es dauerte einige Jahrzehnte, bis dieses Verfahren gängige Praxis wurde.

Durch fortschreitende Spezialisierung brachte die Industrialisierung im Zusammenhang mit der kapitalistischen Kommerzialisierung in einem bis heute anhaltenden Prozess immer neue Gewerbe hervor. Jahrhundert waren zwei Kleidergarnituren für das einfache Volk noch ein Luxus; kostengünstigere Textilherstellung versprach den Produzenten aber Möglichkeiten zur Absatzsteigerung.

Bis zur Mitte des Die ganze Familie war beschäftigt. Doch ein Weber konnte mehr Garn verarbeiten, als vier Spinner innen in derselben Zeit von Hand herzustellen vermochten. Die Nachfrage an Garn führte dazu, dass der Preis enorm anstieg und dass Preise für Erfindungen zur Erhöhung und Qualitätsverbesserung der Garnproduktion ausgesetzt wurden.

Nur fünf Jahre später entwickelte Richard Arkwright die Waterframe , welche mit Wasserkraft betrieben wurde. Durch diese Kombination konnte der Techniker Samuel Crompton mit einer Weiterentwicklung noch viel feineres Garn herstellen. Anfangs gegenüber Ausländern geheim gehalten und in England durch Patente geschützt, wurde die Waterframe mittels Industriespionage für die deutsche Textilfabrik Cromford kopiert, die vom Elberfelder Geschäftsmann Johann Gottfried Brügelmann in Ratingen gegründet wurde; von dort aus verbreitete sich das mechanisierte Spinnen über den europäischen Kontinent, später auch in die USA.

Die Produktion wurde nochmals enorm gesteigert, als die Dampfmaschine die Wasserkraft ablöste. Das Ergebnis war, dass ein Spinner zu Beginn des Jahrhunderts befanden sich davon etwa Der Preis des Garns sank enorm.

Die billig gewordenen Baumwolltextilien fanden in England mehr Absatz und machten mehr als die Hälfte der englischen Exporte aus.

Davor war das Säubern der Ernte so aufwändig, dass die Baumwollernte selbst unter Sklaveneinsatz nicht wirklich rentabel war. Die Hoffnung der Unternehmer, sich mit dieser Maschine gänzlich unabhängig von den sehr selbstbewussten Mule-Spinnern zu machen und an Stelle derer ungelernte Kräfte einsetzten zu können, erfüllte sich allerdings nicht. Zur Einstellung, Bedienung und Wartung der neuen Selfaktoren waren weiterhin relativ qualifizierte Arbeitskräfte erforderlich.

Die Weberei blieb gegenüber der Modernisierung in der Spinnerei lange zurück — bis der Londoner Pfarrer Edmond Cartwright den mechanischen Webstuhl erfand. Dessen endgültige Durchsetzung brauchte etwa 50 Jahre: Die industrielle Revolution wird von Nichthistorikern häufig mit der Dampfmaschine gleichgesetzt; eine Vorstellung, die von Wirtschaftshistorikern zurückgewiesen wird.

Zwar stellt die Dampfmaschine und insbesondere die Dampflokomotive das Symbol der Industriellen Revolution dar, sie war jedoch nicht Auslöser des Industrialisierungsprozesses [30] , zumal ihr Beitrag als Kraftquelle zunächst nur von untergeordneter Bedeutung war.

In der ersten Phase der Industriellen Revolution blieb damit die Energiebasis weitgehend gleich. Hauptkraftquelle bei der Gütererzeugung war die Wasserkraft , [31] daneben waren die Menschen auf die eigene Körperkraft sowie Windkraft und tierische Energie angewiesen.

Zwar löste die Dampfmaschine nach ihrem langwierigen Durchsetzungsprozess, der von ersten Experimenten im ausgehenden Jahrhundert bis in die zweite Hälfte des Die erste industriell nutzbare Dampfmaschine wurde von Thomas Newcomen konstruiert und diente zur Wasserhaltung in einem Bergwerk.

Jahrhunderts konstruierten Dampfmaschine deutlich überlegen war, betrug der Wirkungsgrad lediglich 0,5 Prozent. John Smeaton gelang es später, den Wirkungsgrad auf ein Prozent zu erhöhen. Watts Geschäftspartner, Matthew Boulton , nutzte nachfolgend seine Beziehungen zu Mitgliedern des britischen Parlaments und erreichte eine Verlängerung des Patentes auf 30 Jahre, bis zum Jahr Beide behinderten bis zum Ablauf des Patentes erfolgreich die Weiterentwicklung der Dampfmaschine durch konkurrierende Ingenieure.

So verklagten sie Jonathan Hornblower, dessen Verbunddampfmaschine eine weitere Steigerung des Wirkungsgrads ermöglichte, wegen Patentverletzung und konnten so deren Weiterentwicklung stoppen. Eine Verbesserung der Effizienz gegenüber der wattschen Dampfmaschine brachte auch die Hochdruckdampfmaschine, welche von Oliver Evans konstruiert wurde. Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit der Hochdruckdampfmaschinen war der Fortschritt in der Metallherstellung und -bearbeitung zu dieser Zeit.

Ab wurden durch Arthur Woolf wieder Verbunddampfmaschinen produziert und weiterentwickelt. Beiträge verschiedener Ingenieure führten in den nachfolgenden Jahrzehnten zu weiteren Verbesserungen und damit auch einer Ausweitung der Anwendungsgebiete. Parallel dazu wurden ebenso Wasserkraftanlagen und Windmühlen ausgebaut und auch technisch weiter verbessert.

Die massenhafte Verbreitung der Dampfmaschine erfolgte selbst in England, dem Mutterland der Industrialisierung, erst ab den er Jahren. Zu Beginn des Jahrhunderts wurden jedoch erst vergleichsweise geringe Mengen Eisen produziert, und zwar allein mit Hilfe von Holzkohle. Kohle war in England bereits im Mittelalter in geringen Mengen verwendet und seit dem Jahrhundert für den Hausbrand und in bestimmten Gewerben als Wärmequelle eingesetzt worden.

Die Verwendung von unbehandelter Steinkohle zur Eisenerzeugung war damals wie heute nicht möglich. Die Holzkohle-Knappheit wurde in England zum Problem. Erst mit dem Anfang des Anfangs wurde vorwiegend in den günstigen Bergbauformen Tagebau sowie Stollenbau abgebaut, da auf diese Weise das Problem einbrechenden Grundwassers vergleichsweise leicht gelöst werden konnte.

Dampfmaschinen wurden auch gegen Ende des Jahrhunderts zum Befördern von Menschen und Material in den Schächten genutzt sowie als Zugmaschinen für beladene Karren zunächst auf Holz- und später auf Eisenschienen eingesetzt. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wurde dann die Eisen- und Stahlerzeugung durch Erfindungen wie die Bessemerbirne oder das Siemens-Martin-Verfahren verbessert.

Kanäle und Schienenwege wurden daher ebenso zu Kennzeichen der frühindustriellen Entwicklung wie Lokomotiven und Schiffe mit Dampfmaschinenantrieb. Mit den landwirtschaftlichen Ertragssteigerungen, die zunehmend überörtlich abgesetzt und in den wachsenden Städten nachgefragt wurden, sowie mit der steigenden Baumwollproduktion, Kohleförderung und Eisenherstellung wurden verbesserte Transportwege und -mittel zunehmend wichtiger.

Als eine sehr erfolgreiche Ergänzung und Alternative erwies sich demgegenüber nach der Mitte des Mit dem Bridgewater-Kanal , der sich als höchst einträgliche Investition erwies, löste er binnen kurzem eine Vielzahl von Kanalbauten aus, sodass bereits die Themse in einem Kanalnetz mit Trent , Mersey und Severn verbunden war. Auch das Eisenbahn-Zeitalter ging aus dem britischen Kohlenbergbau hervor. Besonders wichtig wurden die um etwa Kilometer Schienenwege in England als Erprobungsstrecken für den Einsatz von Dampflokomotiven.

Deren stetige Fortentwicklung seit Anfang des Erst in den er Jahren konnte aber durch das neue Walzverfahren aus Puddeleisen eine Bruchfestigkeit der Schienen erreicht werden, die dem Eigengewicht der Lokomotiven auf Dauer standhielt. Nicht nur für den Gütertransport, sondern auch für den Personenverkehr und das Reisen begann damit eine neue Epoche. Was wird das erst geben, wenn die Linien nach Belgien und Deutschland ausgeführt und mit den dortigen Bahnen verbunden sein werden!

Mir ist, als kämen die Berge und Wälder aller Länder auf Paris angerückt. Ich rieche schon den Duft der deutschen Linden; vor meiner Tür brandet die Nordsee. Tatsächlich abgeschafft wurden im Zuge des Schienenreiseverkehrs die diversen englischen Lokalzeiten, da mit ihnen brauchbare Fahrpläne nicht möglich waren.

In den er-Jahren wurde für den Eisenbahnverkehr eine Zeitvereinheitlichung vorgenommen; allerdings bestanden die lokalen Ortszeiten daneben noch bis fort. Trotzdem können sie ihre Geschäfte, Kontore und Büros frühmorgens erreichen und ebenso ohne jede Unbequemlichkeit zur gewöhnlichen Feierabendzeit nach Hause zurückkehren. Daher haben sich rings um die Hauptstadt, überall, wo es Eisenbahnen gibt, die Wohnungen vervielfacht, und ein beträchtlicher Teil der ehemaligen Londoner Bevölkerung lebt jetzt in diesem Gebiet.

Bis dahin war der Personenverkehr wichtigste Einnahmequelle des Bahngeschäfts. Erst nach überwogen die Einnahmen aus dem Güterverkehr, was auch an der lange fortbestehenden Effizienz der Kanaltransporte lag. Seit befuhren Dampfschiffe die Themse, ab waren sie zwischen Dover und Calais unterwegs. Stark ausgebaut wurde insbesondere die Küstenschifffahrt mit Dampfbooten, denn die Personenbeförderung war billiger als mit Kutschen und deutlich schneller als mit Segelschiffen.

In den er-Jahren lief bereits alle zehn Minuten ein Dampfschiff Glasgow an. Zur Jahrhundertmitte wurden etwa 70 Prozent des Transportaufkommens in britischen Häfen von Dampfschiffen übernommen.

Wie die Eisenbahn erzeugte auch das Dampfschiff den Eindruck einer schrumpfenden natürlichen Umwelt. In einer englischen Zeitschrift war zu lesen:.

Die industrielle Revolution war mit grundlegenden Veränderungen im wirtschaftlichen Bereich verbunden, die in dem Ausdruck Kapitalismus begrifflich zusammengefasst wurden. Zu den Bedingungen einer diesbezüglichen Kapitalakkumulation und -verwendung gehörte auch eine Mentalität auf Seiten der Unternehmer, die dem entsprach und Vorschub leistete.

Dagegen entlastete sie im psychologischen Effekt den Gütererwerb von den Hemmungen der traditionalistischen Ethik, sie sprengte die Fesseln des Gewinnstrebens, indem sie es nicht nur legalisierte, sondern in dem dargestellten Sinn direkt als gottgewollt ansah.

Die volle ökonomische Wirkung dieser im Jahrhundert insbesondere von Richard Baxter verbreiteten Lehre entfaltete sich, so Max Weber, erst nach dem Abflauen des rein religiösen Enthusiasmus.

An der Wiege des modernen Wirtschaftsmenschen habe die an innerweltliche Askese gebundene puritanische Lebensauffassung gestanden:. Die Macht der religiösen Askese stellt ihm überdies nüchterne, gewissenhafte, ungemein arbeitsfähige und an der Arbeit als gottgewolltem Lebenszweck klebende Arbeiter zur Verfügung.

An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations , die zudem für die klassische Nationalökonomie wegweisend wurde. Das individuelle Profitstreben jedes einzelnen am Wirtschaftsleben Beteiligten sorgte demnach wie von unsichtbarer Hand gesteuert dafür, den allgemeinen Wohlstand bestmöglich zu fördern:. Indirekt wird aber auf diese Weise auch die Produktivität der Volkswirtschaft am besten gefördert. Jeder glaubt nur sein eigenes Interesse im Auge zu haben, tatsächlich aber erfährt so auch das Gesamtwohl der Volkswirtschaft die beste Förderung….

Verfolgt er nämlich sein eigenes Interesse, so fördert er damit indirekt das Gesamtwohl viel nachhaltiger, als wenn die Verfolgung des Gesamtinteresses unmittelbar sein Ziel gewesen wäre. Ich habe nie viel Gutes von denen gesehen, die angeblich für das allgemeine Beste tätig waren.

Welche Kapitalanlage wirklich die vorteilhafteste ist, das kann jeder einzelne besser beurteilen als etwa der Staat oder eine sonstwie übergeordnete Instanz. Normale bilden eine Kalibrierhierarchie, innerhalb derer nach unten die Genauigkeit zwangsläufig abnimmt. An der Spitze der Kalibrierhierarchie stehen meist nationale oder internationale Normale, die gleichzeitig Primärnormale sind.

Als Primärnormale bezeichnet man solche Normale, die die höchsten Anforderungen erfüllen. Dies bedeutet die fundamentale Realisierung einer Einheit entsprechend der gültigen internationalen Definition mit der nach dem aktuellen Stand der Technik niedrigstmöglichen Unsicherheit.

Durch diese Struktur wird erreicht, dass die Einheiten des internationalen Einheitensystems SI weltweit einheitlich verfügbar sind und dass die Einhaltung gesetzlicher Forderungen im geschäftlichen Verkehr Eichgesetz garantiert ist. Werden an einem Ort häufig Normale verwendet, werden sie hier ebenfalls hierarchisch eingesetzt.

Gegebenenfalls geschieht dies auch über Zwischenstufen, deren Normale dann Normale höherer zweiter, dritter Ordnung sind. Diese Messmittelüberwachung dient der Qualitätssicherung. Auch Bezugs- oder Werknormale müssen weiter auf die nationalen Normale zurückgeführt werden. Dazu dienen Kalibrierdienste und Dienstleistungen metrologischer Institute.