Schmerzglossar

 


Da jedoch die individuellen Schwankungen der Quadricepsfläche durch die Länge des Oberschenkels, den Körperbautyp individuellen Muskelbesatz und Trainingszustand extrem unterschiedlich sind, haben wir den Erfolg der Stimulation nicht in Bezug zum Vergleichskollektiv gemessen, sondern nur die individuelle Verbesserung oder Verminderung der Muskelquerschnittsfläche Differenz in cm 2 oder in Prozent des Ausgangswertes gewertet. Die Mobilisatoren dienen der Fortbewegung. Als Folge der physiologischen und notwendigen bindegewebigen Anpassung, ist zu diesem Zeitpunkt ein höherer Dehnungswiderstand zu messen als vor dem Trainingsreiz. Dieser Drehknopf dient auch zum Ein- und Ausschalten des Stimulationsmoduls.

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Flexibilität wird oft als ein Vorzug angesehen, aber in Wirklichkeit kann sie Störungen des Muskel-Skelett-Systems begünstigen, weil die Kontrolle über die Gelenke beeinträchtigt wird. Hinten am Knie, in der Kniekehle, befindet sich ein mit Flüssigkeit gefülltes Säckchen, das als Baker-Zyste bezeichnet wird; wenn diese Zyste infolge einer Knieverletzung anschwillt, kann das Schmerzen bereiten.

Eine Sehnenentzündung der Beinbeugermuskeln Oberschenkelbizeps, Semitendinosus und Semimembranosus kann Schmerzen in der hinteren Knieregion verursachen, dort wo die Sehnen ansetzen, aber das kommt selten vor. Normalerweise ist eine Sehnenentzündung eine Verletzung, die durch Überbelastung entsteht, die Symptome entwickeln sich nach und nach.

Nervliche oder muskuläre Störungen können fortgeleitete Schmerzen im hinteren Kniebereich verursachen:. Rheumatoide Arthritis Dies ist die schwächendsten Form von Arthritis und eine Autoimmunerkrankung, die praktisch jedes Gelenk des menschlichen Körpers befallen kann, unter anderem das Kniegelenk.

Auch wenn die rheumatoide Arthritis eine chronische Krankheit ist, können Stärke und Symptome schubweise auftreten. Die Kniegelenke werden am häufigsten durch Pseudogicht befallen.

Ein infiziertes Knie kann Fieber und Schüttelfrost hervorrufen. Bei leichter Infektion tritt nicht zwangsläufig Fieber auf.

Behandlung Schwellung und Schmerzen im Knie müssen sorgfältig untersucht werden. Die Therapie sieht eine Antibiotikabehandlung und eventuell das Absaugen der Gelenkflüssigkeit bzw. Eine Knieentzündung kann infolge einer Gewalteinwirkung auf das Kniegelenk oder infolge einer Verstauchung entstehen, bei der Bänder oder andere innere Strukturen verletzt werden, beispielsweise beim Skilaufen.

Nach einer Operation z. Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes bleibt die Schwellung für einige Monate bestehen. Als Synovitis bezeichnet man die Entzündung der inneren Gelenkkapselhaut Synovialmembran ; sie kann infolge einer Knieoperation auftreten, der Erguss konzentriert sich rundum die Kniescheibe oder in der Baker-Zyste.

Kinder können in der Wachstumsphase Schmerzen verspüren. Betroffen sind Sportler, Ruhe lindert die Schmerzen. Bei eingeschränkter Bewegung und Schwellung liegt mit ziemlicher Sicherheit eine Läsion vor, aber auch eine Prellung kann die Beuge- und Streckbewegung reduzieren.

Lässt sich das Knie nicht vollständig strecken, wird es sich wahrscheinlich um einen Meniskusschaden handeln. Morgendliche Knieschmerzen, die etwa eine halbe Stunde nach dem Aufstehen abklingen, sind typisch für eine Arthrose; halten die Schmerzen dagegen mindestens eine Stunde an, handelt es sich eher um eine Psoriasis- oder rheumatoide Arthritis. Nach einer Operation ist es ganz normal, in den ersten Wochen danach Schmerzen zu verspüren. Wie lange die postoperativen Schmerzen andauern, hängt von der Art der Operation ab: Unter dem Wort Dehnung wird im physikalischen Sinne eine passive Querschnitts- Längen- oder Breiten- änderung verstanden, die durch Druck oder Zugkräfte verursacht, zu dem Zeitpunkt einsetzt, wenn der neutrale Gewebsspannungsbereich neutral zone verlassen wird.

Um den Reflextonus der Muskulatur unter der Dehnung reduzieren zu können, wird gewöhnlich und weitverbreitet das Gesetz Sherringtons angewandt, nach dem aus einer maximalen Kontraktion eine maximale Endspannung desselben Muskels resultieren soll postisometrische Relaxation.

Soll in diesem Rahmen eine Effizienz des Muskeldehnens beurteilt werden, scheint es notwendig, vorher physiologische und neurophysiologische Grundlagen und Zusammenhänge in Erinnerung zubringen, bevor auf eine Wirksamkeit und Wertigkeit eingegangen werden kann. Es war Charles Sherrington, der bereits vor Jahren Begriffe prägte, wie: Diese Nomenklatur fand international eine weite Verbreitung. Seine Untersuchungen bezogen sich anfänglich auf die Reaktionen von Muskeln bei peripheren Reizen.

Fremdreflex , der Ort der Auswertung, der zeitliche Ablauf und auch eine Summierung von Reaktionen in Schaltstellen des Rückenmarkes lokalisiert sein müssen. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend, jedoch sich mehr dem Informationseingang zuwendend, also den eigentlichen Verursachern von Reaktionen, den Rezeptoren, deren Art, Lokalisation und Funktion, forschte später Paul Hoffmann und legte mit seiner rezeptorenbezogenen Einteilung den Grundstein für die jetzt noch angewandte Klassifizierung der Eigen- und Fremdreflexe.

Der Reflextonus der Muskulatur: Der Muskeltonus und seine Reaktionen wird bestimmt durch die Eigensysteme des Rückenmarkes und deren propriozeptoren Schaltkreise.

Der phasische Eigenreflex oder die autogenetische Hemmung: Die Erregungsschwelle steht in Abhängigkeit von der Stärke des einwirkenden Reizes. Die Reaktion ist eine Einzelzuckung des Muskels nach dem Prinzip: Dieser Schaltkreis des phasischen Eigenreflexes bestimmt die Längenregelung über die Muskelspindeln, deren Rezeptoren die primären anulospiraligen Endigungen der Ia-Nerven fasern sind.

Sein afferentes Neuron wirkt monosynaptisch erregend auf die AlphaMotoneurone, die wiederum die phasischen Anteile desselben Muskels aktivieren. Kollaterale Verzweigungen des Ia-Neu ron wirken gleichzeitig disynaptisch hemmend auf die Motoneurone des Antagonisten. Dieser Schaltkreis bestimmt die Spannungsregelung ebenfalls über die Muskelspindel. Die afferenten Neurone wirken über ein Interneuron disynaptisch erregend auf die AlphaMoto-neurone, welche die tonischen Anteile desselben Muskels aktivieren.

Die Spannungsschutzschaltung oder autogenetische Hemmung ist integriert in den Schaltkreis des Eigen- und Dehnungsreflexes Dieser Schaltkreis bestimmt die Spannungsregelung bei erhöhten und überhöhten Spannungssteigerungen über die Sehnenspindel. Die Ib-Neurone wirken disynaptisch über ein inhibitorisches Interneuron hemmend auf die phasischen und tonischen Motoneurone desselben Muskels.

Gleichzeitig werden über Zwischenneurone, die Alpha-Motoneurone der Antagonisten im gleichen Verhältnis erregt. Werden die Aktivitäten des phasischen Eigenreflexes und des tonischen Dehnungsreflexes einerseits, mit der Spannungsschutzschaltung andererseits verglichen, so scheinen sie sich zu widersprechen, in dem sie jeweils entgegengesetzt auf die in den Reflexbogen involvierten Muskeln wirken.

Während die Muskelspindel-Neurone eine Kontraktion des Agonisten unter paralleler Hemmung des Antagonisten bewirken, lösen die Neurone der Sehnenspindel die Inhibition des Agonisten bei gleichzeitiger Fazilitierung Bahnung des Antagonisten aus.

Tatsächlich aber hat diese scheinbar entgegengesetzte Steuerung in Verbindung mit den Regelkreisen der Mechanozeption der Fremdreflexe , eine fundamentale Bedeutung für das koordinative und kosynergistische Zusammenspiel der Muskulatur. Das Zusammenwirken der Muskel- und Sehnenspindel-Aktivität entgegengesetzter Muskeln garantiert eine synergistische Koordination Kosynergismus aller der das Gelenk überlaufenden Muskeln, in dem bei zunehmender Belastung eine kontinuierliche Gelenkstabilität ebenso verbürgt wird Stützmotorik , wie andererseits mit der reziprogen Schaltmöglichkeit eine Beweglichkeit Zielmotorik des Gelenkes in der Belastung konsequent erhalten bleibt.

Ihre Erregungsschwelle liegt bei einer Zugspannung von g und ist dabei wesentlich höher als die der Muskelspindeln speziell die des tonischen Dehnungsreflexes. Die Sehnenrezeptoren zeigen bei lang dauerndem Dehnungsreiz nur eine geringe und langsame Adaption. Die Erregungssteigerung wird im gleichen Verhältnis proportional wie die Spannungssteigerung aktiviert.

Die Impulsaussendung der erregten Ib Nervenfasern endet simultan mit der Spannungsminderung des für die Erregung notwendig zu erreichenden Minimum. Mit der Längen- und Dehnungsreizung der Muskelspindeln, ob passiv oder aktiv, werden die extrafusalen Muskel- Fasern ebenso verlängert wie die Intrafusalen der Muskelspindeln. Je stärker der Muskel gedehnt wird, desto mehr erhöht sich die Aktionspotentialfrequenz der Ia-Nervenfasern, bis die sich steigernde Erregungszufuhr zu den Alpha-I-Motoneuronen, zum Auslösen des Eigenreflexes führt.

Bei längerer Muskeldehnung länger als 3 - 4 Sekunden , mit konstant gehaltener Reizstärke, adaptiert die Rezeptorerregung von einem sehr hohen Anfangswert overshoot auf einen Endwert, der nach ca. Die Erregungsschwelle bleibt dabei erhöht steady state und entspricht in ihrer Höhe der Intensität der Dehnungskraft. Das Innervationsschema des Fremdreflexes: Die Erregungsübertragung der Fremdreflexe auf die Muskulatur erfolgt von den efferenten peripheren Neuronen, deren Rezeptoren, im Gegensatz zu denen der Eigenreflexe, nicht in dem eigentlichen Erfolgsorgan dem Muskel , sondern in anderen fremden Geweben sitzt.

In den Gelenkkapseln der Haut und den Schleimhäuten. Daher auch der Name Fremdreflex. Die Erregung läuft weiter über Interneurone und mehrere Synapsen, über oft zahlreiche Rückenmarkssegmente hinweg zu den Motoneuronengruppen, die im Rückenmark vertikal angeordnet liegen.

Der Reflexbogen besteht daher aus dem afferenten Neuron verschiedener Interneurone und dem efferenten Neuron. Da verschiedene Interneurone in den Reflexbogen der Fremdreflexe zwischengeschaltet sind, ist die Reflexzeit grundsätzlich länger als bei den Eigenreflexen, verkürzt sich aber in Abhän igkeit zur Reizstärke. Die Reaktion entspricht einer tetanischen oft komplex koordinierten Muskelbewegung, die bei steigender Reizstärke und zunehmender Erregungsausbreitung im ZNS Irradiation weitere Muskeln und Muskelgruppen aktiviert, wodurch sich Umfang und Dauer der Reaktion steigern.

Ein Fremdreflex kann auch ausgelöst werden, wenn mehrere unterschwellige Reize an verschiedenen Orten gesetzt, in ihrer Summierung einer adäquaten Reizstärke entsprechen. Neben dieser örtlichen Summationsreaktion gibt es auch die der zeitlichen. Ganz im Gegensatz zu den phasischen Eigenreflexen sind die Fremdreflexe leicht ermüdbar und erlöschen bei wiederholter Auslösung.

Die Fremdreflexe bewirken in der Regel die Erregungssteigerung einer Muskelsynergie z. Darüber hinaus werden synchron und simultan die Synergien der kontralateralen Extremität in die Reaktonsschaltung integriert, jedoch im umgekehrten Sinn.

Dieses antagonistische Zusammenenwirken kontra- und ipsilateraler Synergien wurde schon von Sherrington als reziproke Innervation bezeichnet. Die funktionelle Organisation der spinalen Segment- und Leitungssysteme: Die segmentale Gliederung des Rückenmarkes wird morphologisch und funktionell auf die vorderen und hinteren Wurzeln bezogen. Hier treten die peripheren und vegetativen Neurieten in den Rückenmarksquerschnitt ein und werden vom ersten auf das zweite Neuron umgeschaltet.

Ihre dendritischen Fortsätze ziehen mit den Spinalnerven in die Körperperiphene, wo ihre Endigungen die verschiedenen Mechano-, Nozi- und Thermorezeptoren zum Teil auch afferente vegetative Leitungswege bilden. Die überwiegenden neuritischen Fortsätze der Spinalganglienzellen treten dann als Hinterwurzelfasem in das Rückenmark ein und teilen sich unmittelbar in drei Anteile: Diese Hauptzweige können ihrerseits weitere Kollateralen abgeben.

Die auf- und absteigenden Fasern gehen Verbindungen ein, in benachbarten und teilweise auch in entfernteren Segmenten, in denen ihre Verzweigungen zu den Inter- und Motoneuronen die Grundlage für die Schaltungen von polysynaptischen Reflexen Fremdreflexen bilden.

Der segmentale Zweig tritt entweder direkt monosynaptisch oder über Interneurone in der Regel disynaptisch mit den Motoneuronen des gleichen Rückenmarksegmentes Querschnittes zur Schaltung der Muskeleigenreflexe in Verbindung. Die verschiedenen einzelnen Muskeln wiederum, oder auch die Muskelgruppen gleicher synergistischer Funktion, werden von funktionell organisierten lokalisierbaren Gruppen von Vorderhomzellen innerviert, die entweder seltener eng auf 1 - 2 Segmente, oder häufiger über mehrere benachbarte Segmente verteilt sind.

Beispiele einer vertikalen Innervation: Diese vertikal übereinander liegenden und zusammenhängenden Kollektive von Motoneuronen gewährleisten einerseits eine getrennte Innervationsfreiheit in den einzelnen Muskelbündeln desselben Muskels, insbesondere in den auf mehrere Gelenke unterschiedlich teils entgegengesetzt einwirkenden Muskelköpfen Haupt- und Hilfsfunktionen eines Muskels und garantieren andererseits eine komplexe Koordinationsmöglichkeit mehrerer Muskeln und Funktionen.

Die Reaktionen der polysynaptischen Schaltkreise des Fremdreflexes auf periphere Reizung: In Abhängigkeit von der Intensität, weniger von der Dauer der adäquaten Erregung der Mechanorezeptoren, greifen die Reaktionen der polysynaptischen Reflexe in die Schaltkreise der Eigensysteme des Rückenmarkes "korrigierend" hemmend oder bahnend ein.

In dem neben der reziproken Innervationssteuerung, beispielsweise eine, "weg-zieh-Bewegung" im Sinn eines Fluchtreflexes garantiert wird. Mit Überschreiten einer bestimmten Erregungsschwelle tritt allerdings bei synchroner Einwirkung starker Mehrfachreize das Gegenteil ein. Die Summierung der überhöhten Reize lösen dann gemeinsam eine schwächere Reaktion aus Okklusion durch laterale Hemmung , als weniger intensive Einzelreize.

In die spinalen Schaltkreise greifen die vegetativen, nozizeptiven und supraspinalen entscheidend ein. Indem beispielsweise die Steigerung der sympathischen Reflexaktivität, die Erregungsschwelle der propriozeptiven Schaltsysteme ebenso senkt, wie eine Reizung der Nozirezeptoren, wobei die Aktivitäten der C-Nervenfasersysteme, weiterlaufend die formatio reticularis erreichen.

Die Schmerzafferenzen wirken zumeist nicht direkt sondern auf dem Wege über das Zwischenhirn thalamus, hypothalamus auf das limbische System. Insbesondere können alle höheren Zentren des ZNS, die als Komponenten für die Programmierung von unwillkürlicher Motorik und Willkürbewegungen zuständig sind, aktivierend oder hemmend in die spinalen Schaltsysteme ein greifen. Diese Eingriffsmöglichkeit, ob intrazentral oder supraspinal, geschieht durch eine wirkungsvolle Filterung der afferenten Informationen im Bereich der Hinterhörner bzw.

Insgesamt wird die Wertigkeit der Filterung vom limbischen System und im Zwischenhirn kontrolliert und gelenkt. Die Dominanz der supraspinalen Schaltsysteme bewirkt einerseits bei einer willkürlichen oder unwillkürlichen Erregungssteigerung die Sensibilisierung der Muskelspindelrezeptoren durch Senkung der Reizschwelle. An dererseits kann die Propriozeptoren-Aktivität in den Muskelspindeln gehemmt werden.

Je nach dem Grade der Gamma-Innervation, werden zunächst die intrafusalen Muskelfasern Fusimutoren auf einen bestimmten Längen-Sollwert eingestellt, wo bei die entsprechende Zu- oder Abnahme der Erregung der Muskelspindel-Rezeptoren nachlaufend eine genau entsprechende Einstellung der extrafusalen Arbeits- Muskelfasern bewirkt. Die Effizienz des Muskeldehnens: Einwirkung auf das Bindegewebe: Voraussetzung einer Dehnung des in tramuskulären Bindegewebes ist das Verlassen seines neutralen Spannungsbereiches.

Die eigentliche nachgebende ,,Bremsfunktion" besteht in dem Abflachen der Wellenform, in welcher die positiv geladenen kollagenen Fibrillen von den negativ geladenen Molekülen der Matrix Proteoglycane gehalten werden. Tatsächlich lassen bis auf eine Ausnahme alle Muskeln gleichzeitige endgradige Bewegungsausschläge aller Gelenke zu, die sie überlaufen.

Korrelativ werden unter diesem Aspekt die unterschiedlichen teils sich widersprechenden Ergebnisse verschiedener Publikationen verständlicher.

Obwohl die kontraktilen Sarkomere schneller auf wechselnde Anforderungen reagieren, ist auch der Anpassungsgrad der kollagenen Verspannungen der Muskulatur, im Verhältnis zum physiologischen turnover, hoch und kann sich daher wechselnden mechanischen Belastungen ebenso anpassen, wie auch einer Längenzunahme und -abnahme der Muskelfasern.

Zu den Folgen einer Immobilisation gehört die begleitende Atrophie, simultan mit der Abnahme der zellulären Reaktionen. Indem aber die kontraktilen Gewebsanteile einer schnelleren und stärkeren Reduktion unterliegen, kommt es anfangs zu einem relativen Anstieg des intramuskulären Bindegewebes und später erst zu einer bindegewebigen Proliferation.

Die Konsequenz begründet einerseits einen zu nehmenden muskulären Dehnungswiderstand. Andererseits ist in der Gelenkkapsel und den Bändern ebenfalls eine Zunahme des Stoffwechsels des Kollagen und seine vermehrte Ablagerung zu beobachten, welches wiederum zu einer Versteifung der Gelenkbeweglichkeit führt.

Darüber hinaus konnte Tabary et al. Einwirkung auf die kontraktilen Gewebe: Die Länge eines Muskels ist abhängig von der Summe der in Serie geschalteten Sarkomere, während der Querschnitt bestimmt wird von der Anzahl der Myofibrillen pro Muskelfaser. Die Anzahl der Sarkomere ist nicht fixiert. Die Anpassung der Sarkomere an die notwendige Länge zur optimalen Kraftentwicklung steht im Verhältnis zu den Winkelstellungen des Gelenkes.

Wird ein Muskel in gedehnter Stellung immobilisiert, so werden neue Sarkomere angefügt.