EUR-Lex Access to European Union law

 


Dies betrifft sowohl die monatliche Preiserhebung als auch die Berechnung der Feingewichte der Wägungsschemata.

Was beschreibt der Harmonisierte Verbraucherpreisindex?


Die Mitgliedstaaten stellen der Kommission Eurostat auf Anfrage Informationen über die Gewichte, die für die Erstellung der HVPI verwendet werden, sowie über den Bezugszeitraum der Gewichtungen, das Ergebnis der jährlichen Überprüfung und die Anpassungen zur Verfügung, die ausreichen, um die Einhaltung dieser Verordnung beurteilen zu können. Die Bestimmungen dieser Verordnung werden spätestens ab dem Index für Januar wirksam.

Die Verordnung EG Nr. Verweise auf die aufgehobene Verordnung gelten als Verweise auf die vorliegende Verordnung. Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

L vom This site uses cookies to improve your browsing experience. Would you like to keep them? Skip to main content. This document is an excerpt from the EUR-Lex website. EU case law Case law Digital reports Directory of case law. Need more search options? Use the Advanced search. Der Verbraucherpreisindex für Deutschland misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen.

Darunter fallen zum Beispiel Nahrungsmittel, Bekleidung und Kraftfahrzeuge ebenso wie Mieten, Reinigungsdienstleistungen oder Reparaturen.

Die Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat beziehungsweise zum Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.

Er dient weiterhin zur Deflationierung in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, beispielsweise bei der Berechnung des realen Wirtschaftswachstums. Aufbauend auf dem VPI wird durch methodische Anpassungen ein international vergleichbarer Harmonisierter Verbraucherpreisindex berechnet. Er dient insbesondere der Europäischen Zentralbank zur Beurteilung der Inflation. Bei der Berechnung des Verbraucherpreisindex geht man von einem "Warenkorb" aus, der sämtliche von privaten Haushalten in Deutschland gekaufte Waren und Dienstleistungen repräsentiert.

Der Warenkorb lässt sich auf zwei Ebenen betrachten. Diese konkreten Einzelprodukte stellen die untere Ebene des Warenkorbes dar. Auf dieser Ebene der einzelnen Preisrepräsentanten wird der Warenkorb ständig angepasst, da wegfallende oder an Marktbedeutung verlierende Güter ersetzt oder neue Gütervarianten aufgenommen werden.

Die Auswahl von Produkten erfolgt in Form von repräsentativen Stichproben. Hierfür wird zunächst das gesamte Bundesgebiet in 94 Regionen aufgeteilt. Im Anschluss werden in jeder dieser Regionen in der Regel repräsentative Städte und Gemeinden, dort dann repräsentative Geschäfte und darin die am häufigsten verkauften Produkte ausgewählt. Die Zahl der ausgewählten Produkte orientiert sich tendenziell am Anteil der Ausgaben für eine Güterart an den gesamten Ausgaben für den privaten Konsum.

Auch für weniger bedeutende Bereiche müssen Produkte aufgenommen werden, um die gesamte Bandbreite des privaten Konsums abzudecken. Für die Messung der Preisentwicklung der einzelnen Güter des Warenkorbes werden monatlich mehr als Diese bisher übliche Preiserhebung umfasst einerseits die dezentrale Preiserhebung durch Preiserheberinnen und Preiserheber in Geschäften in ganz Deutschland und andererseits die zentrale Preiserhebung, welche hauptsächlich als Erhebung im Internet erfolgt.

Die ergänzende Nutzung digitaler Datenquellen ermöglicht es den Statistischen Ämtern, die Zahl der monatlichen Preisbeobachtungen deutlich zu erhöhen. So werden zum Beispiel für Güterbereiche mit besonders komplexer Preisgestaltung — wie Pauschalreisen oder Beiträge zu Kfz-Versicherungen — zusätzliche Datenquellen mit hoher Beobachtungszahl genutzt.

Darüber hinaus kommen moderne Erhebungsmethoden wie Web Scraping zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein automatisiertes Auslesen von Internetdaten. Für den Onlinehandel und für ausgewählte Dienstleistungen — wie zum Beispiel für Mietwagennutzung oder Reisen per Fernbus — wird die Zahl der monatlichen Preisbeobachtungen angesichts dynamischer Preisänderungen mit Hilfe derartiger Verfahren deutlich ausgeweitet. Ein einmal für die Preisbeobachtung ausgewählter Artikel wird dann gegen einen anderen ausgetauscht, wenn er nicht mehr oder nur noch wenig verkauft wird.

Beim Preisvergleich werden auch Mengenänderungen eingerechnet. Weiterhin werden Qualitätsänderungen berücksichtigt — zum Beispiel bei Gütern mit technischem Fortschritt. Qualitätsbereinigungen sind bei der Berechnung von Preisindizes zwingend notwendig.