Aktuelle Berichte - Das ist bisher in diesem Schuljahr passiert

 


Kohlmeisen schlagen dem Klimawandel ein Schnippchen Kühlender Ozeanzyklus lässt Atlantik in den kommenden Jahrzehnten um ein halbes Grad abkühlen, globaler Erwärmungshiatus setzt sich fort und Hurrikane werden seltener 8. Teilgebiet der Radionavigation mithilfe künstlicher Erdsatelliten.

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Bitte beachten Sie, dass Sie Ihre eigenen Kindersitze mitbringen bzw. Die Mietkosten betragen 90,- Euro pro Fahrzeug zzgl. Die reguläre Übernahmezeit ohne Buchung des Paketes beginnt zwischen Beachten Sie bitte, dass bei Nutzung des Transfers dieser aus Zeitgründen nur ab bestimmten Hotels möglich ist Details siehe weiter unten: Für alle Anmietungen zwischen Die Vermietstation wird Sie auch über die verschiedenen Transfer-Möglichkeiten informieren.

Für alle Fahrzeugmodelle ist der Transfer kostenfrei inbegriffen Ausnahme Manhattan, s. Es wird kein Transfer angeboten, wenn Sie mit dem Flugzeug erst am Übernahmetag eintreffen. Zeitliche Verzögerungen durch hohes Verkehrsaufkommen oder besonders hohe Gästezahlen können nicht ausgeschlossen werden. Sie müssen dem Vermieter das Transferhotel bis spätestens 7 Tage vor Übernahme mitteilen.

Nutzen Sie hierfür den "Check In " siehe weiter unten. Wurde das Hotel nicht rechtzeitig gemeldet, so verfällt der Anspruch auf den kostenfreien Transfer Standard-Flotte ohne Kostenerstattung. In jedem Fall müssen Sie vor Fahrzeugübernahme die Vermietstation telefonisch kontaktieren und die genaue Übernahmeuhrzeit abstimmen. Die Kontaktdaten erhalten Sie von uns mit Ihren Reiseunterlagen. Die genaue Übernahmezeit wird Ihnen von der Vermietstation mitgeteilt und kann variieren.

Bei Buchung des "Priority Departure"-Paketes: Sie sind um Beachten Sie bitte, dass Sie -falls Sie einen Transfer nutzen wollen s. Sie müssen Ihr Fahrzeug zwischen 8: Ein organisierter Transfer könnte in diesem Fall dann nicht mehr genutzt werden. Sie müssen das Fahrzeug genauso abgeben, wie Sie es übergeben bekommen haben. Das Fahrzeug muss besenrein und die Abwassertanks unbedingt entleert sein. Der Shuttle verkehrt zwischen 8: Natürlich ist Ihnen das Personal auch bei anderen Transferoptionen behilflich Taxi, öffentl.

Der Transfer ist kostenfrei inbegriffen mit Ausnahme Manhattan, s. Ansonsten ist keine Übernahme an diesem Tag mehr möglich. Das "Death Valley" sowie andere Wüstengebiete dürfen im Juli und August nicht befahren werden Unterschrift im Mietvertrag zu diesem Punkt kann verlangt werden. Der Mieter ist dann für etwaige Bergungskosten oder Reparaturkosten verantwortlich.

Mexiko darf nur auf eigenes Risiko bereist werden. In jedem Fall sind sämtliche Schäden voll durch den Mieter zu tragen. Manhatten New York City darf mit Wohnmobilen nicht befahren werden. Alaska, Yukon, Northwest Territories, Newfoundland: Fahrten in Alaska und Nord-Kanada gehen auf eigenes Risiko. Für Reparaturen oder Nutzungsausfall wird keine Entschädigung gezahlt. Montreal, Ottawa, Quebec City: In diesen Städten darf das Wohnmobil nicht unbeaufsichtigt geparkt werden.

Bitte erkundigen Sie sich nach weiteren Fahrbeschränkungen in den kanadischen Provinzen und in den USA sowie nach saisonal bedingten Fahrbeschränkungen. El Monte RV bucht alle fälligen Mautgebühren zzgl. Dies gilt insbesondere für die Golden Gate Brücke in San Francisco, aber auch alle anderen Mautstellen, bei denen der Halter über das Nummernschild identifiziert wird.

Darüber hinaus ist eine Deutsche Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von zusätzlich 2 Mio. Euro für Ihre Wohnmobilanmietung ohne Aufpreis für Sie eingeschlossen. Hierfür gelten die Bedingungen der Allianz Global Assistance. Eine weitere Zusatz-Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von weiteren 1 Mio. Der Selbstbehalt kann durch die "Null-Selbstbehalt"-Versicherung ausgeschlossen werden.

Es gelten die Original-Bestimmungen des Mietvertrages vor Ort. Stationen befinden sich überall in den USA. Motorhome C 22 mehr Infos. Motorhome C 25 mehr Infos. Wieder an der Gabelung versuche ich die Zeichen neu zu deuten. Ein Schild mit einem Pfeil nach links müsste eigentlich zwischen den beiden Wegen stehen, zwischen denen man sich zu entscheiden hat, dann wäre alles klar. Hier steht es schon einige Meter im Abzweig, direkt am Verkehrsverbotsschild, das sich auf den rechten Waldweg bezieht.

Das Schild ist eindeutig falsch platziert. Vielleicht nur deshalb, weil es an einer weiteren Stange zur Befestigung des Schildes mangelte? Meine innere Stimme hatte Recht. Bald finden sich wieder die Schilder des Moldau-Radweges.

Wir haben noch ein Schild übrig, aber keine Stange, es an der richtigen Stelle zu platzieren — egal, dann schrauben wir es eben woanders an. Hätte das Schild ganz gefehlt, wäre es auch klar gewesen, wo entlang es geht. Der Regen hat nachgelassen. Der Weg führt durch verträumte Waldsiedlungen. Im Garten eines Hauses werkelt ein Mann am Zaun. Doch die Idylle trügt Auf einem Bergeskamm verschnaufend erblicke ich die vier riesigen Kühltürme eines Kraftwerkes.

Ist es ein Atommeiler? Die Vorstellung, so ein Teil könnte explodieren wie in Tschernobyl oder Fukushima, ist noch beängstigender, wenn es in Blickweite liegt. Auch Dörfer wie aus einem Märchenbuch liegen an meinem Weg.

Doch auch hier sind Motor und Reifen der Mittelpunkt aller menschlichen Bestrebungen. Jedes böhmische Dorf, und sei es noch so klein, hat mehrere Werkstätten, um alles reparieren zu lassen, was Räder und Auspuff hat. Mit Herbergen sieht es bescheidener aus - im Grunde ist es aussichtslos, auf dem Lande ein Quartier zu finden. Vereinzelt von Stadt zu Stadt pilgernde Radler sind eine aussterbende Spezies. Der Regen macht mir zu schaffen. Es geht auf sieben - wenn doch nur endlich ein Ort mit einer Pension käme!

Ich frage in einer verräucherten Kneipe am Moldauufer nach einem Zimmer, ohne Erfolg. Im Zentrum klappere ich den Marktplatz ab. In unmittelbarer Nachbarschaft einer Kirche steht ein hässlicher grauer Betonklotz aus finsteren Sozialismus-Zeiten — und der Betonklotz gibt sich als Hotel aus.

Eine Frau führt mich durch ein Labyrinth scheinbar unterirdischer Gänge, bis wir in den Räumen eines sanierten Altbaus wieder auftauchen: Frühstück um sieben oder um acht? Um sieben, antworte ich — froh, ein Zimmer gefunden zu haben, und ebenso froh, nicht länger als eine Nacht darin verweilen zu müssen.

D er Blick aus dem Hotelzimmer ist reizvoll, die blühende Kastanie vor meinem Fenster duftet. Ansonsten ist hier zusammengewachsen, was nicht zusammengehört. Aber ich sollte besser für das trockene Nachtquartier dankbar sein, statt über eine verunglückte Bausynthese aus betongrauen Jahrzehnten zu lästern. Wenn ich hier ruhig schlafen kann, ist das Haus ein Volltrefffer.

Ein kleiner Bummel durch die Stadt lenkt meinen Schritt in einen Supermarkt. Da bekomme ich Brot und Käse. Nach einem so vernieselten grauen Tag am warm leuchtenden Weinregal vorbeizukommen, ist fast unmöglich.

Ich studiere die Etiketten, mit tschechischen Weinen kenne ich mich nicht aus. Ein Verkäufer zeigt auf die Uhr, kurz vor acht! Ich bin der letzte Kunde. Mit einer Flasche Chianti kann man nichts falsch machen.

Mehr als ein Gläschen habe ich gestern Abend nicht gebraucht, um im tiefsten Radlerschlaf zu versinken. Es hat sich eingeregnet! In den spärlich beleuchteten Gängen des Labyrinths zwischen Altbau und Betonbau sind Getränkekisten gestapelt, die Bodenkacheln erzeugen bei jedem Schritt adhäsive Geräusche. Eine Mischung aus Putzmittel- und Kantinengeruch lässt mich ahnen, dass es bis zum Frühstücksraum nicht mehr weit sein kann.

Ich kann ihre Frage nicht verstehen, aber ihr Tonfall hört sich belehrend an. Ist das ein Anschiss, weil ich eine Viertelstunde später zum Frühstück komme? Am Fenster des dunklen Gastraumes steht ein für vier Gäste gedeckter Tisch. Ich will ich gerade Platz nehmen, da kommt die Frau mit der Jogginghose angeschlürft und dirigiert mich an einen anderen Tisch, der schon etwas abgeräumt aussieht.

Es scheint, sie hat sich damit abgefunden, mir trotz meiner Verspätung Frühstück zu servieren. Wieder fragt sie Fragen, die ich nicht verstehen kann.

Wenigstens das verstehe ich. Im Verlaufe einer halben Stunde ist dann alles beisammen, was zum Frühstück einer Herberge gehört, die vermutlich noch heute staatlich ist In der Zwischenzeit beobachte ich einen Handwerker, der vertreibt mit dem Besen die Tauben vom Geländer der Terrasse, sonst scheint er nichts zu tun zu haben.

Auch dieser zwischen zwei Zigarettenpausen aufkommende Aktionismus erinnert mich an früher - an damals, als Menschen zur "Arbeit" gingen, ohne dort wirklich etwas zu tun zu haben. Das sind die Tagträume von Provinzlern, die gern einmal eine Postkarte aus New York oder Tokio nachhause schicken würden. Vier Tschechen sind an dem anderen gedeckten Tisch eingetroffen. Mit ihnen spricht die Frau in der Jogginghose freundlicher. Ein Blick auf die Uhr zeigt den Grund — sie sind pünktlich um acht erschienen.

Wahrscheinlich hat das Bodenpersonal dieses Hotels noch nie ein Land westlich Tschechiens bereist. So billig wie die Zimmer sind, so gering werden hier auch die Löhne sein. Und die in Jahrzehnten kollektiver Freizeitgestaltung eingeübte Mentalität, zahlende Gäste als aufmüpfige Subjekte anzusehen, konnte sich bis heute erhalten. Der Dauerregen ist Strafe genug.

Und etliche Anstiege sind zu bewältigen, besonders der Berg nach Albrechtice hat es in sich. Bietet das Blätterdach des Waldes bei gelegentlichem Regen einigen Schutz, so verwandelt sich der Effekt bei starkem Dauerregen ins Gegenteil: Pech, wenn man da zur falschen Sekunde am falschen Quadratzentimeter steht. Die Pfützen breiten sich über den ganzen Weg aus, es gibt kein Entweichen, zwischen Felgen und Bremsgummis schmirgelt der Schlamm.

Eine Gruppe alter Männer verabschiedet sich in verschiedenen Richtungen, einer von ihnen kommt mir entgegen. Ich zeige ihm meine Karte und er scheint meine Frage auch ohne Worte zu verstehen. Seinen Gesten ist zu entnehmen, dass der meinerseits erwogene Feldweg in miserablen Zustand ist und bei diesem Wetter unpassierbar sein dürfte.

Selbst der ausgewiesene Weg hat seine Tücken, um so mehr ist dem Rat des alten Mannes zu trauen. Die Besichtigung der Festung, in der sich, so lassen archäolgische Funde vermuten, schon keltische Krieger verschanzten, war meinerseits fest eingeplant.

Doch der schier unaufhörliche Regen ertränkt alle Schaulust in mir. An der nächsten Kreuzung halte ich mich rechts und schwenke bei nächster Gelegenheit links wieder in den Wald. Schon hier befürchte ich, dass die Quartiersuche wieder eine abendfüllende Herausforderung werden könnte.

Erst als ich hinter einer weiteren Kurve verschwinde, beruhigt er sich wieder. Doch auch hier bleiben meine ersten Versuche, Quartier zu finden, erfolglos. An einer Pension öffnet niemand, die andere erweist sich als chinesisches Restaurant. Hierher hat sich doch nie ein Fremder veriirrt, was will der denn hier? Einer der alten Männer, die da jungen Männern beim Sporttreiben zusehen, verweist mich auf die Pensionen, die sich gerade als Fehlanzeige erwiesen hatten.

Auf meinen Einwand zeigt er in eine andere Richtung, den Berg hinauf. Vorsichtshalber frage ich noch nach der Entfernung: Die tschechische Antwort verstehe ich sogar: Das kann ich wagen, auch wenn ich nachher dennoch umkehren müsste. Schon von weiten kann ich am Waldrand ein einzelnes, modernes Gebäude erkennen. Als ich näher komme, erkenne ich die Aufschrift Penzion.

Noch immer regnet es aus vollen Kannen und ich wünsche mir gerade nichts sehnlicher als ein warmes Zimmer. An der Tür ist ein Schild mit einer Telefonnummer. Mit nassen Händen krame ich im Gepäck nach dem Handy, das ich erst aktivieren muss. Irgendwas mit der Nummer scheint nicht zu stimmen - eine automatische Ansage erklärt auf Englisch, dass die Nummer nicht vergeben sei.

Habe ich mich verwählt? Muss ich eine andere Vorwahl benutzen? Muss ich die in Klammern angegebene Null der Vorwahl nun einbeziehen oder nicht? Muss ich mich auf eine Nacht im Freien einstellen, mit völlig durchgeweichten Klamotten am Leib? Meine letzte Hoffnung auf ein warmes, trockenes Nachtlager schwindet dahin. Es ist erstaunlich, wie gelassen man in solch auswegslosen Situationen mitunter bleiben kann.

Ich ärgere mich über die leeren Versprechen der Reiseliteratur und sollte angesichts der als hoffnungslos empfindbaren Situation, angesichts der real existierenden Nässe und der real einbrechenden Nacht langsam der Verzweiflung nahe sein.

Aber irgendwie scheint mein Hirn in dieser aussichtslosen Lage die Produktion von Durchhaltehormonen zu veranlassen. Es muss doch wenigstens in dieser verdammten Stadt da unten irgendein verdammtes Zimmer für einen verdammt aufgeweichten Radfahrer geben, verdammt noch mal!

Ich bin noch viel zu sehr mit dem Handy beschäftigt, um aufzugeben. Erst will ich es noch mit der Null in Klammern probieren. Doch da, taucht eine Frau auf und sie spricht sogar gut deutsch.

Und sie ist die Wirtin! Und sie hat ein Zimmer für mich! Sie sind mein rettender Engel! Von einem Tag, an dem es regnete, regnete, regnete, kann ein Radler kaum viel mehr erzählen, als dass es geregnet hat. An die feuchten Hände und den Tropfen, der einem stetig an der Nasenspitze baumelt, kann man sich mit der Zeit gewöhnen, aber an nasse Kleidung weniger. Unterhalb der Gürtellinie fühlt man sich bei aller Ignoranz doch recht eingenässt.

Ein Blick aufs Tachometer verrät mir, dass ich heute trotz - oder wegen - der widrigsten Wetterbedingungen an die 90 Kilometer zurückgelegt habe. Aber wo hätte ich mich bei so einem Wetter auch lange aufhalten sollen?

Kaum sitze ich, frisch geduscht, wieder in trockenen Tüchern, kommt mein Humor zurück. Der Regen hat aufgehört, hurra, hurra, hurra! Punkt 7 bin ich im Frühstücksraum.

Nur für mich ist gedeckt — bin ich der einzige Gast? Ich bitte sie, ob sie für mich telefonisch ein Zimmer im Prager Hotel Hasa buchen könnte, wo ich schon bei der Anreise übernachtet hatte.

Ja, gebucht, die diensthabende Rezeptionsfrau hätte sich sogar an meinen Namen erinnert — und an mein Rad. Einmal nicht suchen müssen! Und bei Chlum geht es dann sehr steil bergan Spätestens beim Anblick dieser Steigung meldet sich die innere Alarmanlage, werde ich argwöhnisch: Hier kann was nicht stimmen.

Laut Karte müsste ich längst im Tal auf einer Moldaubrücke sein. Wie kann da so ein riesiger Berg vor mir liegen? Die dürften meiner Karte zufolge an diesen Orten gar nicht sein! Was ist hier los?!? Bin ich denn jetzt völlig verwirrt? Der Himmel ist bedeckt, Orientierung an der Sonne nicht möglich. Das sind sprichwörtlich böhmische Dörfer für mich, ich verstehe nicht, was hier los ist. Ich fotografiere an jeder Kreuzung die Schilder, um mir später, mittels der Fotos, einen Reim auf meine derzeitige Lage machen zu können.

Ich komme wieder am nördlich gelegenen Dorf Krepenice vorbei, das ich merkwürdigerweise durchquert hatte, bevor ich links abbog. Das bedeutet, ich muss vor meinem Abbiegen nach links aus nördlicher Richtung gekommen sein. Aber wie kann das sein?!? Das ist alles völlig unlogisch. Ich prüfe meine Karte wieder und wieder, um herauszufinden, wo ich mich verfahren haben könnte. Ich sehe definitiv keine Möglichkeit, wo das passiert sein kann. Aber nach einer langen Rechtskurve, die in den Wald und unten ins Tal führt, wo die Moldau genau da zu sehen ist, wo sie laut Karte zu sein hat, kommt die Gewissheit zurück, endlich wieder auf der eingetragenen Strecke zu sein.

Die Frage, wie es zu der Verfahrung gekommen ist, tritt damit in den Hintergrund. Ich werde das später zu ergründen versuchen. Jetzt erstmal Strecke aufholen! Ich fahre über die Brücke und bin, wie erwartet im Dörfchen Cholin, von wo es nun wieder steil, teils holprig bergan geht. Auch das Ortseingangsschild von Celina beseitigt letzte Zweifel: Zumindest auf der in der Karte eingetragenen Strecke - Radwegweiser mit dem Moldau-Zeichen fehlen hier.

Es gibt nur eine Erklärung: Inzwischen, einige Kilometer weiter, wo ich auf keinem der Radwegweiser das dreieckige Moldau-Zeichen finde, sondern auf manchen Schildern nur noch verblichene Reste des einstigen Aufklebers zu erkennen sind , wird mir klar, dass die Streckenführung der Moldau-Route verändert wurde. Die Frage ist nun: Aber was hat das schon zu sagen, nach all den mangelhaften und fehlerhaften Angaben, die mir auf den Wegen durch den Böhmerwald schon aufgefallen sind!

Ich bin allein auf die ungenauen Kartenabschnitte angewiesen. Auf einer Wiese entdeckt mich ein Bernhardsenner und rennt bellend auf mich zu. Sein Herrchen versucht ihn zu räsonieren, aber die Freude des Hundes, einen Radler zum Halten zwingen zu können, ist dem Gehorsam überlegen. Ich lasse ihn heran und lassen ihn bellen und schnüffeln, versuchen ihn auch mit leiser Stimme zu besänftigen - das gelingt dann auch.

Sein Herrchen kann mir dann gleich bei der weiteren Orientierung helfen. Der geht zunächst steil bergab, dann kommt eine Schranke, an der ich nur mit viel Rangieren vorbeikomme.

Wo der Weg auf ein Flüsschen trifft, geht es nach rechts durch eine hübsche Laubenpiepersiedlung. Besitzer sind nicht zu sehen, aber ein Schäferhund kommt mir entgegen, nach einer Weile ein zweiter, beide beschnuppern mich nacheinander - und begnügen sich mit dieser Art von Passkontrolle.

Einer der beiden scheint mir den Weg über eine schmale Brücke zu weisen, indem er sie quert. Der Weg allerdings führt durch eine breite Furt. Die provisorische Brücke kommt für mich nicht in Frage, weil ich mein Rad kaum über die hohen Stufen bekommen würde. Auch der schmale Steg ist nichts für mein breites Rad - zu gefährlich, dort abzurutschen. Und dann schiebend durchs kühle Nass! Etwas rutschig ist es auf den Betonplatten und mein Rad möchte da am liebsten auch abgleiten.

Doch ich bleibe Herr der Lage. Das Freilfuft-Pissoir, das ein Bewohner der Siedlung am Wegesrand anbrachte, dürfte mehr als ein Scherz sein - das lässt sich vom angeschlossenen Abflussrohr folgern. Dort geht es über die Brücke und am rechten Moldauufer gibt es endlich wieder einen Radweg. Die Strecke durch die Vororte von Prag zieht sich hin. An einer Freiluftbühne schüttelt jugendliches Publikum die Köpfe im hämmernden Takt einer tschechischen Rockband.

Einige besonders verwegene Burschen spielen Luftgitarre. Warum spielt eigentlich niemand Luftschlagzeug? Die Türme der St. Peter und Paul Kathedrale über den Festungsmauern der Prager Hochburg verraten mir bereits, dass mein heutiges Nachtquartier nur noch wenige Kilometer entfernt liegt. Nach dem Tunnel ist schon die Eisenbahnbrücke zu sehen, an der ich rechts einschwenken könnte, um direkt zu meinem Hotel zu fahren. Der diesige Abendhimmel streut diffuses Licht.

Es ist erst gegen acht - mein reserviertes Bett kann warten. Einige der Bier-Ausschänke sind an diesem Donnerstagabend geschlossen, da sind die freien Plätze rar. Ich belasse es bei dem einen Bier und mache mich auf den Weg zu meiner Herberge.

Dort habe ich diesmal sogar ein Nichtraucherzimmer, davon gibt es nur eins auf jeder Etage! Nach dem Einchecken begebe ich mich hinunter in die Eissporthalle und schaue noch ein Weilchen den Hockeyspielern zu - direkt von der Auswechselbank aus, wo sich die Spieler beider Mannschaften nach einem System auswechseln , das nur Eingeweihten verständlich wird.

In einer bemerkenswert ruhigen Sackgasse südlich des Altstadtzentrums gelegen, braucht es mit dem Rad kaum 30 Minuten, wenn man die günstigste Strecke schon kennt: In unmittelbarer Nähe ist auch ein Bahnhof, von welchem die Metro wohl keine fünf Minuten bis zum Hauptbahnhof brauchen dürfte. Ein ausgiebiges Frühstücksbuffet lädt zum Schlemmen ein. Doch früh morgens den Bauch vollstopfen, das war noch nie mein Ding. Am Zusammenfluss von Moldau und Elbe will ich mich dann von der Moldau verabschieden, auf nahezu Kilometern war sie dann meine - nicht immer ganz treue - Begleiterin Erst versteckte sie sich schüchtern in den Bergen des Böhmerwaldes, in ungezählten Biegungen mauserte sich das junge Mädchen zur Prinzessin.

Dann neckte mich die übermütige Jungfer einen Tag lang mit Niesel und - weil mich das wenig beeindruckte - noch einen Tage lang mit Regen. Erst auf dem Weg nach Prag hat sie ihre Zicken aufgegeben und ist jene stolze Dame geworden, die sie zur Königin Böhmens macht.

Schauen wir also heute an, ob sie ihren letzten Abschnitt würdevoll zu absolvieren versteht. Während der Dichter in mir nach weiteren Metaphern sucht, ruft mich der ordinäre Nippel eines Bremsbowdenzuges auf den Boden der Realität zurück.

Der Nippel hat sich so schräg in der Lasche des Griffs verkeilt, dass ich ihn einfach nicht zu fassen bekomme. So habe ich wohl eine halbe Stunde zu tun, um dem Nippel aus der Klemme zu helfen und alles wieder so zu richten, dass es funktioniert. Ich folge dem mir inzwischen gut vertrauten Weg zur Eisenbahnbrücke, werfe einen Blick zurück zu St. Weiter am Moldauufer entlang bis zur Karlsbrücke. Mein Tacho-Thermo-Chronometer zeigt an, dass es auf neun zugeht. Da könnte ich noch einen Abstecher zur Astronomischen Aposteluhr machen, die ihre Figuren zu dieser Stunde erstmals am Tag aus den beiden Fensterchen blicken lässt.

Hundert Schaulustige haben sich bereits versammelt und die Kameras startklar gemacht. Eine Minute alles in allem - eine Minute, die niemand dümmer gemacht hat, aber mit Sicherheit auch nicht klüger. Eine Oldtimerparade lenkt an der quer gegenüber liegenden Seite des Platzes die Aufmerksamkeit der Fotografen auf sich. Auch das hat man schon huntertmal und überall gesehen - trotzdem schaut man immer wieder hin.

Unter der Eisenbahnbrücke erheben sich Obdachlose von ihren Schlafplätzen. Sie sammeln ihre wenigen Habseligkeiten in ihre Tüten und blicken, taumelnd noch, einem langen Tag entgegen, der sie bis Mitternacht von einer Sitzbank zur nächsten treiben lässt.

Schmale Wäldchen säumen das Schloss - so konnte der Bauer dem einstigen Schlossherren nicht auf den Teller schauen Kommt uns das aus unserer lieben Nachbarschaft irgendwie bekannt vor? Nach links, g en Norden, führt eine schnurgerade Allee.

Eine moderne Bogenbrücke trägt Pipelines über die Moldau. Weiter nach Bukol, von wo man mit der Fähre ans linke Ufer übersetzen kann — sofern der Fährmann da ist. Kurz bevor ich das Warten aufgebe, bemerke ich unten auf dem grünen Schild einen Klingelknopf.

Darunter mit verblassten Filzstift geschrieben: Das ist einen Versuch wert Nach einer kurzen Weile kommt am anderen Ufer ein Mann zur Fähre geschlendert, besteigt sie und setzt zu mir über. Ich filme seine Routinen, die kleine Fähre allein mittels eines Steckruders in die Strömung zu lenken. Er hilft mir, mein Rad an Bord zu bugsieren. Diese Frage versteht er nicht, weder in deutsch noch in englisch. Nach zwei Kilometern überspannt eine Pipeline die Moldau.

An den Brückenpfeilern sind steile Eisentreppen, man könnte schon sagen: Zwei Radler rücken dort ihr Gepäck und ihre Kleidung zurecht. Seid ihr gerade da rüber, frage ich die beiden? Ja, antwortet der Mann, und ich vermute, er hat nicht nur sein Rad, sondern auch das seiner Reisegefährtin über diese wohl 15 Meter hohe Leitertreppe geschleppt. Mit meinem Cruiser hätte ich nicht die geringste Chance gehabt. Ja, das wisse er jetzt auch, erwidert er mit niederländischem Akzent.

Seine Begleierin bleibt stumm, ihrem versteinerten Gesicht ist noch keine Erleichterung zu entlocken. Ich vermute mal, dass sie beim Anblick dieser "undesired criticality" auf Zickenmodus umgestellt hatte und nun ein Weilchen braucht, dem vielleicht rechthaberischen Gefährten zu vergeben Dann waren Sie also nur zu geizig fürs Fährgeld? Die nehme ich gerne an. Die jugendliche Verachtung von Abhängigkeiten war immer schon cool - zur Finanzierung von Klamotten und Mobilkommunikation muss man halt einige Kompromisse mache.

Keines haben zu wollen, macht uns geradezu suspekt - wer sich der elektronischen Totalität derart verweigert, muss ja was zu verbergen haben.. Hohe Mauern um eine Parkanlage zeugen davon, dass das Dorf ohne diesen Schutzwall bei Hochwasser gleich in den Fluten zweier Flüsse absaufen würde, denn hier ist die Stelle, wo sich Moldau und Elbe vereinigen.

Eine Serpentine bleibt noch, ehe ich ganz oben am Schloss bin. Mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht schöner. Das findet sich in der Altstadt gleich beim ersten Anlauf. Hier zu tafeln versetzt dich in andere Zeiten - die Räume könnten einem Historienfilm als Kulisse dienen. Am Tresen finde ich endlich einen Kellner - ich nehme eine Kostprobe vom hiesigen Rotwein. Ein Lautenspieler umsäuselt das junge Paar, das auserwählt ist, künftig kleine Fürsten nachfolgen zu lassen.

Der Galan, mit einem Weinkelch in der Hand, umschmeichelt das holde Fräulein und die treue Dienerschaft trägt Speisen und Getränke — schöne heile Märchenwelt.

Doch wehe dem, der es wagt sich anzueignen, was ihm nicht zusteht! Und wehe dem Fälscher! Den treiben die Soldaten vor sich her. Am Schlafittschen gepackt, die Hände auf dem Rücken gefesselt, muss der Frevler die lange Nase hinnehmen, die ihm die frechen Kinder der Höflinge zeigen - das Spruchband über ihm verrät seine Vergehen: Der Wein ist eine Gottesgabe, doch wer ihn fälscht ein Unglück tut. Moral ist das Gebot des Adels, das Gebot für die Untertanen. Meine Zunge hat eben einen winzigen Schluck der Gottesgabe vom hochfürstlichen, gegründeten Weingut Lobkowicz getestet und für unverfälscht befunden.

Doch ich komme nicht so weit. Da will ich einen Moment hinhören — oder auch länger, je nachdem. Doch sie sprechen mich sofort an, fragen mich, ob ich Gitarre spielen könne Was soll ich mich da rausreden: Die beiden sind sichtlich beeindruckt, welche Klänge ich dem Teil dennoch entlocken kann. Wir freunden uns schnell an.

Dann führen sie mich aus dem Altstadtkreis hinaus zu einer Kneipe, in der sonst Bands spielen. Heute aber nicht - oder noch nicht.

Schwestern und Freundinnen gesellen sich dazu. Wer englisch kann, überhäuft mich mit Fragen — es ist wie ein Interview mit einem Weltreisenden. Wie ein Guru, um den sich eine Schar von Jüngern versammelt, komme ich mir vor. Könnte ich doch wenigstens auch ein paar Sätze auf Tschechisch sprechen. Die Aussprache sei das Schlimmste am Tschechischen, tröstet mich einer der Jungs.

Versuch gebe ich auf. Nach einer Woche, in denen meine Kommunikation auf Quartiersuche und gastronomische Belange reduziert war, nach all den schweigsamen Tagen in den Bergen ist der geschwätzige heutige Abend eine angenehme Abwechslung. Spätestens heute kann ich auch sagen: Immerhin habe ich verstanden, dass diese jungen Tschechen, die erst nach dem Fall von Mauer und Stacheldraht in die Welt kamen, die gleichen Träume haben, wie ich sie in jungen Jahren hatte: Das erinnert mich an meine eigenen Reiseträume.

Damals hatte ich, wie diese jungen Tschechen, ferne Ziele. Und beinahe ein halbes Leben später begnüge ich mit Wanderwegen durch böhmische Wälder! Die untergehende Sonne färbt den Himmel in sattes Orange, wie in einer Abendstimmung von Caspar David Friedrich - es fehlen nur noch die geisterhaften Figuren, die heimlichen Selbstbildnisse Seither steht der Berg im Mittelpunkt der nationalen Selbstfindung. Fern am Horizont sind Kegelberge zu erkennen, die ihre vulkanische Herkunft jedenfalls nicht leugnen können.

Der Blutmond müsste danach ein Blaumond sein, evtl. Die Brechung - aber weitestgehend farbunabhängig - hilft nur bei der 'Biegung' des zum Schluss nur noch roten Lichts durch die unterschiedlich dichten Atmosphärenschichten und sorgt neben der Beugung für das Eindringen des Lichts aus der irdischen Lufthülle in den theoretischen Kernschattenraum.

In der Fernseh-Grafik wurde für die Farbe also der falsche Effekt und der noch in falscher Farbreihenfolge dargestellt. Vielleicht sollte man nachdenken, die Hilfe der hausinternen Wissenschaftsredaktionen in Anspruch nehmen, bei der nächsten Sternwarte oder Uni anrufen oder Physiker innen fragen, bevor man solchen doppelten Unsinn zeichnet und mehrfach sendet.

Nach der Kritik hier auf der Webseite und auf meinen Hinweis hin wurde die beanstandete Szene Anfang November ersetzt. Zwar halte ich das verbesserte Video ingesamt noch lange nicht für ideal: Vor und zum Text ".. Und in der Ersatzszene etwa von der Aber sehen Sie selbst die Sekunden-Animation auf http: Tageszeitung oder sogar den Sendungen und Webseiten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens selbst bei lange im Voraus recherchierbaren, zudem ideologisch völlig unbelasteten, unpolitischen, nicht interesse-geleiteten und gänzlich unstrittigen Themen nie unkritisch bzw.

Über den Wahrheitsgehalt von kurzfristigen Berichten zu brisanteren Themen möchte man da besser gar nicht erst spekulieren. So bleibt fast zu hoffen, dass nur ausgerechnet wissenschaftlichen Themen seitens der Journalist inn en wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, zumal immer wieder Redakteure und Moderator inn en leider noch stolz verkünden, von Naturwissenschaft und Technik keinerlei Ahnung zu haben.

Irgendwo gefundene bunte Grafiken werden dann wohl gerne unhinterfragt übernommen, selbst wenn sie jeder Beobachtung und dem gesunden Menschenverstand und der Physik widersprechen. Zum Glück veranschaulicht Planet-schule ebenfalls vom Südwestrundfunk SWR unter "Versuch" die Bewegung der drei Himmelkörper und die möglichen verschiedenen Finsternisse korrekt allerdings wird die auf der Webseite abgebildete Rotfärbung nicht erklärt und in der Animation im kleinen Bild 'Von der Erde aus gesehen' auch nicht gezeigt: Auf Wikipedia findet man speziell für den An der zweiten Stelle könnte beim flüchtigen Schauen durch die vier Bilder 'Mondfinsternis in den drei Primärfarben..

Genaueres Lesen zeigt aber, dass es sich bei den 3 rechten Bildern um die künstlich erstellten Farbauszüge des linken Bildes handelt.

Bekanntlich muss man das sichtbare linke Bild anteilig in die drei Grundfarben zerlegen, um es auf dem Bildschirm durch Ansteuerung von jeweils drei Farbpünktchen anzeigen zu können, die gemeinsam einen Bildpixel bilden.

Die drei Primärfarbenbilder sind aber einzeln ohne Hilfsmittel nicht zu sehen, sondern ergeben erst zusammen das linke, sichtbare Bild -- bei dem eben die rötliche Farbe überwiegt. Es ist erkennbar, dass im 3. Bild weniger grün und im 4. Bild viel weniger blau ist als rot im 2. Nach wie vor ist Physik bei Mädchen offenbar nicht so beliebt wie bei Jungen - zumindest findet man im Physik-Leistungskursen und im Physikstudium meist weniger Mädchen oder Frauen als Teilnehmer männlichen Geschlechts.

Dabei können Mädchen Physik mindestens ebenso gut wie Jungen. Dass sie auch in der Wissenschaft beachtliche Erfolge erzielen und männliche Kollegen oft hinter sich lassen, belegte der Katalog einer konzipierten gemeinsamen Ausstellung der deutschen und der österreichischen physikalischen Gesellschaft mit dem Titel.

Liese Meitners Töchter - Physikerinnen stellen sich vor. Von der genannten Webseite oder von oepg. Damit sollen Mädchen ermutigt werden, sich ebenfalls stärker der Physik zu widmen.

Lohnen tut es sich allemal! Übrigens wird Ende endlich - nach 55 Jahren rein männlicher Preisträger - wieder auch eine Frau mit dem Physik-Nobelpreis bedacht. Sie ist erst die dritte Frau, die diese Auszeichnung erhält! Einzelheiten siehe weiter unten bei den Nobel-Preisen! Der komplette Abiturstoff leicht verständlich. Über den mathematischen Teil dieses Buches berichte ich auf meiner "Mathematik"-Seite.

Hier sollen die Seiten bis besprochen werden, die sich mit der Physik beschäftigen. In neun Kapiteln geht es um Mechanik, mechanischen Schwingungen und Wellen, Thermodynamik, elektrisches und magnetisches Feld, elektro-magnetische Schwingungen und Wellen, Quantenphysik, Atom- und Kernphysik und spezielle Relativitätstheorie. Eigentlich gefällt mir der Physikteil etwas besser als der Mathematik-Teil -- für Nordrhein-Westfalen sind die Physik-Aufgaben näher an der Schule als die ebenfalls an Bayern orientierten Mathe-Aufgaben.

Selbst wenn auch hier meist Erklärungen fehlen, lässt sich in längeren Rechnungen zumindest der gewohnte Energieerhaltungs- oder Kräftegleichgewichts-Ansatz erkennen. Seltener enthalten die Beispiele auch mehrere oder umfangreichere Aufgaben, die vielleicht eher zum Selberlösen anregen, bevor man weiter liest.

Grundsätzliches Ziel des Buches ist es, durch vorgerechnete Aufgaben zu den einzelnen Gebieten Sicherheit im Umgang mit der Physik zu vermitteln und evtl. Allerdings ist wie immer auch eine gesunde Portion Skepsis angebracht, weil es auch hier ärgerliche Fehler gibt. Dass hier etwas nicht stimmt, hätte Autoren und Lektorat auch ohne Nachrechnen auffallen müssen. Denn die Radial-Beschleunigung wächst tatsächlich proportional zum Radius: In der Mitte einer Drehscheibe kann man sich leichter halten als am Rand!

Statt mit der für eine vorherige Teilaufgabe bereits ermittelten radiusunabhängigen Kreisfrequenz Winkelgeschwindigkeit zu rechnen, war mit der Bahngeschwindigkeit gerechnet worden. Aber dann war auch für die Bahngeschwindigkeit am Felgenrand fälschlich wieder die Fahrgeschwindigkeit des Autos eingesetzt worden -- und nicht die korrekte, entsprechend dem kleineren Radius verringerte Bahngeschwindigkeit des Felgenrands.

Wenn die eigene Lösung also nicht zur Lösung im Buch passt, wird es zwar oft, muss aber nicht immer an der eigenen Lösung liegen! Bildschirmfüllend geöffnet, überrascht das elegant-schlichte Design. Verkleinert man aber das Bildschirmfenster, verkleinert sich auch die Formel zu Minischrift in nach wie vor unnötig viel freier Fläche, da aller Formeln als Bilder hinterlegt sind und nur als solche auch in die Zwischenablage kopiert werden können. Die Formeln selbst überzeugen nicht: Nur bei wenigen Formeln werden Zeichnungen beigefügt, die aber oft sogar irreführend sind.

Diese konnten nicht eingezeichnet werden, weil es bei der Definition von B nicht auf das gezeigte Feld des Leiters ankommt, sondern ein Messdraht der Länge l in ein fremdes homogenes Magnetfeld eingetaucht wird. In der Zeichnung hätte der Aufbau einer "Stromwaage" gezeigt werden müssen, nicht das Feld um einen stromdurchflossenen Leiter.

Da sind billige gedruckte Formelsammlung der Schulbuchverlage besser -- auf die Installation der Franzis-Physik- und der gleichartigen Mathe- Formelsammlung kann man verzichten: Darauf hatte ich mich gefreut: Ein Buch, dass einen locker-flockigen Streifzug durch die Physik unternimmt, mit flotten Illustrationen und lebensnaher Sprache, das als Einstieg, Nachhilfe und Überblick auch Leserinnen und Leser anspricht, die bisher von der Physik eher abgeschreckt waren.

Das zumindest hatten Autor und Verlag versprochen. Die Lektüre war hingegen ernüchternd und ärgerlich: Schon im Vorwort irritiert, dass fälschlich Mathematik statt Biologie zu den experimentellen Wissenschaften gezählt wird und ausdrücklich behauptet wird: Etwas später stutzt man, wenn bei der Akustik steht: Denn für den Ton ist auch im letzten Fall ein Kopfhöhrer oder Lautsprecher mit beweglichen Teilen nötig!

Wirklich unerträglich ist es aber, wenn der Autor in Text und Bild Schwingungen z. Ob der Laie mit der Erklärung für Resonanz: Nichts gegen flapsige Sprache und auflockernde Anekdoten, wenn die Physik stimmt! Aber gerade inhaltlich ist zu Vieles nicht korrekt. So wird Druck immer wieder als Druckkraft bezeichnet S. Das merken wir uns", S. Die Wiedergabe der völlig unzulänglichen 'Erklärungen' von Polarisation S. Ein Machwerk mit so vielen, oft schweren inhaltlichen Falschaussagen sollte nicht als Physikbuch, gar noch zu Nachhilfezwecken, verkauft werden dürfen.

Es wird mehr schaden als nützen. Dass dieses Buch auf den Markt kommen konnte und als Sonderausgabe sogar eine ebenso ungeprüfte Neuauflage erfuhr , ist ganz unverständlich! Autor und Verlag e sollten sich schämen. Denksport Physik - Fragen und Antworten. Aktuelle Taschenbuchauflage von ? In diesem Buch finden sich viele interessante Fragen zur Physik mit z. Sind in einem Glas einige lebende Fliegen gefangen, so soll man etwa überlegen, wann das Gewicht eines Glases am höchsten ist - wenn a alle Fliegen am Boden sitzen, b alle Fliegen im Glas umher schwirren oder c immer weil in beiden Fällen gleich.

Aber es wird auch gefragt, ob beim Zerspringen eines Maiskorns bei der Popcorn-Herstellung ein Neutrino freigesetzt wird, ob ein Satellit in Baumkronenhöhe die Erde umkreisen könnte, ob die Verformung einer Wolke durch einen Scherwind mit einem Vektor oder einem Super-? Tensor beschrieben werden muss, ob eine Lupe auch unter Wasser verwendet werden kann, oder ob man beim Blick an den sternenklaren Nachthimmel sofort die geografische Breite des eigenen Standorts, die geografische Länge, keines oder beides bestimmen kann.